Wie dir deine Gewohnheiten beim Investieren im Weg stehen

Lesezeit: 4 min
14. Dezember 2023

Es sind oft diese kleinen, sich wiederholenden Dinge, die letztlich eine große Auswirkung haben. Wir Menschen eignen uns gewisse Gewohnheiten an, die uns irgendwann nicht einmal mehr bewusst sind. Gewohnheiten können gut oder schlecht sein. Was diese Gewohnheiten mit dem Investieren und Vermögensaufbau zu tun haben können, erfährst du in diesem Beitrag. Hörst du lieber den dazugehörigen Podcast, geht es hier entlang.


Gewohnheiten übernehmen wir meist aus unserem direkten Umfeld. Wir übernehmen Verhaltensmuster und Eigenschaften von unseren Eltern und sehen diese als völlig normal an. In der Schule bekommen wir beigebracht, dass dies und das „normal“ ist und anderes wiederum nicht. Bei mir gilt die Kommunikation im persönlichen, wertschätzendem „du“ beispielsweise als normal. Aber so weit verbreitet ist das in Deutschland nicht. Von Kindesalter an wird uns beigebracht, Erwachsene mit dem „Sie“ anzusprechen, weil nur das „höflich“ ist. Angewohnheiten, die wir einfach so angenommen haben und nicht hinterfragen.


Kleinvieh macht auch Mist beim Investieren

Wir wissen, zu welch großen Dingen sich die kleinen entwickeln können, wenn sie sich summieren. Um dies beim Thema Investieren besser verdeutlichen zu können, gebe ich dir als Beispiel ein Kundengespräch, das kürzlich stattgefunden hat und in dem du dich vielleicht sogar an der ein oder anderen Stelle wiedererkennst.

Ich hatte ein Erstgespräch mit einem Interessenten. Vom Typ her war mein neuer Mandant der typisch klassische Handwerker. Ich habe ihn nach seiner Finanzplanung gefragt. „Was für ein Typ Anleger bist du?“ Anderthalb Stunden zogen ins Land, wir wurden uns einig, dass wir zusammenarbeiten wollen.

Rein intuitiv habe ich ihn dann gefragt, ob er denn auch so der typische Handwerker ist, der morgens zur Brötchenbude fährt und sich seinen Kaffee holt. Rein, aus Interesse. Er sagte „Natürlich ist das so.“ Auf die Frage, warum das natürlich so sei, antwortete er, das habe er schon damals in der Ausbildung so mitbekommen. Als Azubi ging es zuerst morgens zur Brötchenbude und dann auf die Autobahn.

 

Was du investieren könntest, wenn du wirklich wolltest

„Das haben alle Kollegen so gemacht, also habe ich es so übernommen.“ Gewohnheiten. Auch, wenn sie wenig Sinn ergeben. Wir denken so gut wie nie über sie nach.

Was kostet also die tägliche Fahrt zur Brötchenbude morgens? 6,50 Euro wurden durchschnittlich angegeben. Und mittags geht es zur Pommesbude, was etwa 8 bis 10 Euro zusätzlich ausmacht.

Diese Angewohnheit, die er sich selbst antrainiert hat, kostet ihn effektiv 130 Euro im Monat und somit 1.560 Euro im Jahr – nur das Frühstück.

  • Bis zu seinem Ruhestand hat dieser Mann noch 34 Jahre. Das bedeutet für ihn konkret, dass er ein Vermögen besitzen würde, wenn er das Geld mit 6 Prozent Rendite am Kapitalmarkt investieren würde. Daraus ergibt sich nämlich eine Summe von 167.761 Euro. Nur, wenn er das Frühstück einsparen würde, wohlgemerkt. Rechnen wir mit durchschnittlich 7 Prozent Rendite, sind wir sogar bei rund 208.000 Euro.

  • Kommen wir zum Mittagessen. 10 Euro täglich für das Mittagessen machen im Monat 200 Euro. Addieren wir das Frühstück, sind wir bei 330 Euro. Würde er das Geld zu einer Rendite von 6 Prozent investieren, kommen wir auf 425.856 Euro.

Die Reaktion war überraschend für mich. Er sagte, er habe keinesfalls damit gerechnet. Wir schenken also den kleinen Summen oft keine Bedeutung, sondern nur den Großen. Menschen denken oft, sie könnten sich etwas nicht leisten und meinen, erst ab beispielsweise 100.000 Euro lohne sich das Investieren. Warum kommt man nicht schon mit 50.000 Euro zu mir? Und auch viel kleineren Summen, die über einen Sparplan investiert werden, muss man Bedeutung schenken.

Legst du für dein Kind auch „nur“ 50 Euro monatlich bis zum 18. Lebensjahr an, macht das etwa 19.000 Euro aus. Und wenn diese darüber hinaus angelegt werden, entsteht daraus eine durchaus beachtliche Summe. Mehr zur Vorsorge und Vermögensaufbau für Kinder findest du hier.


Fazit zu deinen schlechten Gewohnheiten

Beschäftige dich also auch mit kleineren Beträgen. Diese summieren sich und sind keinesfalls unbedeutsam. Prüfe, an welcher Stelle du konstant immer wieder kleine Summen ausgibst.

  • Rechne aus, was diese im Monat oder Jahr ausmachen und schaue, ob du dich diesbezüglich einschränken und das Geld lieber investieren kannst.

  • Braucht man als Handwerker jeden Morgen ein oder mehrere Brötchen? Jeden Tag eine Currywurst, ein Schnitzel? Nein. Und dabei geht es nicht um die Gesundheit. Es geht darum, dass wir bewusster konsumieren und bewusster Geld ausgeben.

  • Außerdem ist eine Entscheidung für etwas, auch immer eine Entscheidung gegen etwas. Entscheidest du dich also für das Mittagessen, entscheidest du dich gleichzeitig gegen das Geld investieren.

  • Analysiere deine Verhaltensmuster und kontrolliere, was du davon vielleicht einfach so, aus Gewohnheit, übernommen hast.



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dein Sven Stopka

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