Wie du wirklich Vermögen aufbaust – fernab von Schein-Sicherheiten

Lesezeit: 5 min
12. August 2022

Deutschland ist ein Land der Sparer. Warum das dazu führt, dass wir in Deutschland unseren eigenen Vermögensaufbau sabotieren und Geld vernichten, anstatt Vermögen aufzubauen, das erfährst du in diesem Beitrag.

Wir Deutschen sind ein Volk der Jammerer. Wir jammern auf der einen Seite, dass wir auf unsere Spareinlagen keine Zinsen mehr bekommen, aber auf der anderen Seite wollen wir auch nichts dagegen unternehmen. Die wenigsten Deutschen kommen aktuell tatsächlich ins Handeln und gehen den Vermögensaufbau sinnvoll an. Sie horten ihr Geld lieber auf Tagesgeldkonten, Sparbüchern oder dem Girokonto und hoffen, dass sich die Zinssituation ändern wird.

Es liegen aktuell rund 4,5 Billionen Euro, das sind 4.500 Milliarden Euro, auf Girokonten, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und in diversen Versicherungsprodukten. Ein Viertel, also nur rund 900 Milliarden Euro, liegen in Investmentfonds und Aktien.


Wodurch sabotieren wir unseren eigenen Vermögensaufbau?

Warum investieren wir Deutschen in Produkte wie Versicherungen, Tagesgeld, et cetera? Der durchschnittliche Deutsche hat ein großes Sicherheitsbedürfnis. Allerdings wiegen wir uns hier in einer Schein-Sicherheit. Das, womit wir geködert werden, ist alles andere als sicher und garantiert. Es ist eher eine Garantie dafür, dass wir am Ende weniger Vermögen besitzen, als heute.

Am 21. Juni 1948 wurde die Reichsmark von der Deutschen Mark abgelöst. Bausparverträge, Lebensversicherungen, Sparbücher und auch das Bargeld verloren dadurch sage und schreibe 93,5 % an Wert. Es wurde rigoros durch eine Währungsreform enteignet. Reale Werte, wie Immobilien und Unternehmenswerte in Form von Aktien, Aktienfonds, waren hingegen krisenresistent.


Die Hinnahme von unzureichenden Renditen

Die Renditen decken teils nicht mal die Inflationsrate ab und trotzdem wird nicht nach Alternativen zum Vermögensaufbau gesucht. Eine Inflation von 2 % muss erstmal ausgeglichen werden und oft ist nicht mal das, dank Niedrigzinsen, gegeben.

Es gibt zwei Arten von Inflation, die statistische und die reale Inflation. Die Inflation wird folgendermaßen berechnet.


Bemessung der Inflation

Die statistische Inflation wird über eine Durchschnittsfamilie bemessen, deren Warenkorb rund 750 Produkte und Dienstleistungen aus den verschiedensten Bereichen umfasst. Das Problem ist, dass sich dieser Warenkorb regelmäßig ändert und nicht deine tatsächliche, persönliche Situation abbildet. Ein Single oder ein Paar ohne Kinder haben ein ganz anderes Konsumverhalten, als die „Durchschnittsfamilie“. Die reale Inflation ist deutlich höher. Bedenke die stetig steigenden Energie- und Benzinkosten, die steigenden Beiträge für Versicherungen, et cetera. In Summe macht das mehr als eine Inflation von nur 2 % aus, oder?

Wir haben also alle eine unterschiedlich hohe Inflation. Ich persönlich glaube, dass die Real-Inflation eher bei 3 bis 4 % oder sogar höher liegt.

Eine Inflation von 2 % gilt es, erstmal wieder auszugleichen. Wie möchtest du das heutzutage mit Spareinlagen oder ähnlichen sinnlosen Versicherungsprodukten schaffen?


Erfolgreicher Vermögensaufbau erfordert den Verlass der Komfortzone

In den Beratungen meiner Mandanten habe ich überwiegend mit Menschen zu tun, die zwecks Vermögensaufbau durchaus bereit sind, ein gewisses Risiko einzugehen. Risiko ist aber immer relativ zu sehen. Dazu musst du dein persönliches Risikoprofil kennen.

Der sicherheitsbedürftige Deutsche träumt von einer Rendite zwischen 3 und 5 % pro Jahr, ist aber nicht bereit, aus seiner Komfortzone herauszutreten. Wenn du nicht bereit bist, diese zu verlassen, wirst du über kurz oder lang kein Vermögen auf-, sondern abbauen. Wenn du mit deinem Sparplan erfolgreichen Vermögensaufbau betreiben möchtest, dann musst du ein Risiko eingehen. Egal, ob du monatlich 50 oder 500 € investierst, wo bekommst du darauf eine vernünftige Rendite? Mit Bausparverträgen, Tagesgeldkonten und Sparbüchern lässt sich erfolgreicher Vermögensaufbau leider nicht realisieren.


Sicherheit vs. Risiko: Was dich die Schein-Sicherheit letztlich kostet

Vermögensabbau über einmalige Kapitalanlage
  • Legst du heute 100.000 € Vermögen für 10 Jahre auf einem klassischen Sparbuch für 0,05 % an, dann erwirtschaftest du einen Ertrag 501,13 €. In Summe besitzt du nach 10 Jahren 100.500,13 €.
  • Beim Tagesgeldkonto sind wir bei 103.040,83 €.
  • Bei Versicherungsprodukten hast du einen Garantiezins von 0,9 % vor Kosten und 0,3 bis 0,4 % nach Kosten. Nehmen wir die 0,9 %, ergibt das in Summe 109.373,39 €.
  • Investierst du in einen Fonds, der nur 5 % pro Jahr Rendite abwirft, dann ergibt das in Summe 162.889,46 €.

Zwischen einem klassischen Sparbuch und einem Fonds liegen also weit mehr als 62.000 € Differenz bei einer Laufzeit von nur 10 Jahren. Rechne das gern auf 15, 20 oder mehr Jahre hoch.


Vermögensabbau über monatliches Investment

Es besitzt nicht jeder 100.000 € für ein Investment zum Vermögensaufbau. Auch, wenn du monatlich sparst, ist es elementar wichtig, dass du dich mit den Renditen auseinandersetzt.

  • Legst du monatlich 500 € für 10 Jahre an, in Summe also 60.000 €, weist dein Sparbuch bei 0,05 % Rendite nach 10 Jahren 60.151,47 € aus. In 10 Jahren hast du einen Ertrag von gerade einmal 151 € erwirtschaftet und die Inflation hat dir 2 % pro Jahr genommen. Willkommen in der Enteignung.
  • Beim Tagesgeldkonto mit 0,3 % erhältst du ein Endkapital von 60.915,34 €.
  • Eine Lebens- oder Rentenversicherung wirft ein Ergebnis aus von 62.793,88 €.

Und beim Aktienfonds mit 5 % Rendite pro Jahr sprechen wir über 77.511,26 €.

Bei einem monatlichen Investment von 500 € beträgt die Spanne zwischen Sparbuch und Fonds also mehr als 17.000 €.

Fazit: Du siehst also, du wirst mit klassischen Einlagen keinen erfolgreichen Vermögensaufbau betreiben und nennenswerte Renditen erwirtschaften. Jeden Tag, den du nicht in die Handlung kommst, verlierst du an Vermögen. Du musst vom Sparer zum Investor werden.

Verlasse deine Komfortzone und komme endlich ins Handeln


Dein Vermögensaufbau – deine Verantwortung

Möchtest du weiterhin dein Geld auf Tagesgeldkonten, Sparbüchern oder in Lebensversicherungsverträgen versauern lassen? Oder möchtest du Verantwortung für dein Geld und Vermögen übernehmen?

Oft höre ich „Ach, bei der Bank ist das Geld immerhin sicher.“ Bei der Bank ist nichts sicher. Dort ist dein Geld sogar gefährdet. Es wird mit digitalen Zahlen gehandelt, die physisch nicht vorhanden sind. Was würde passieren, wenn wir morgen alle zur Bank gehen und unser Vermögen abheben möchten? Das ist exakt das Szenario, das die Banken fürchten. Der sogenannte Banken-Run. Diesen gab es vor einigen Jahren in England. Lange Schlangen vor den Banken und Tumulte, weil es kein Geld mehr gab. Du kannst dir also praktisch nie sicher sein, dass, wenn du dein Geld tatsächlich benötigst, es auch physisch abrufbar ist.

Daher komme bitte endlich ins Handeln und investiere sinnvoll. Nehme deinen Vermögensaufbau in Angriff und warte nicht auf ein Wunder. Schwankungen sind normal und exakt diese helfen dir sogar beim Vermögensaufbau. Es gibt genug Menschen, die nicht bereit sind, solche Schwankung durchzustehen. Sie verkaufen ihre Anteile und geben dir damit die Möglichkeit, günstig nachzukaufen. Der langfristige Investor im Bereich Aktien und Aktienfonds wird immer eine Rendite erwirtschaften, sofern die Anlage vernünftig aufgebaut ist.



Komme ins Handeln und gehe deinen Vermögensaufbau an

Möchtest du erfahren, wie man ein solches Portfolio sinnvoll aufbaut? Brauchst du vielleicht sogar eine Lösungsmöglichkeit von mir, wie du deinen Vermögensaufbau sicher und sinnvoll angehen kannst? Dann findest du hier Möglichkeiten, mich zu kontaktieren oder du sprichst mich einfach über meine Social-Media-Kanäle an.

Wenn du Hörer meines Podcast bist, freue ich mich über eine Rezension auf iTunes. Dein Weiterempfehlen meiner Kanäle an Freunde und Familie ist ebenfalls sehr hilfreich, bei der Mission, Deutschland nachhaltig zu verändern. Und du bist jederzeit willkommen in meiner geschlossenen Facebook-Gruppe „Vermögensaufbau abseits der Masse“, in der wir in den Austausch treten können. Ich bedanke mich für dein Interesse und deine Unterstützung,

dein Sven Stopka.

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