Vermögensaufbau: Setze deine Neujahrsvorsätze um

Lesezeit: 8 min
01. Januar 2023

Neues Jahr, neues Glück. Zum Jahreswechsel lassen viele das vergangene Jahr Revue passieren und stellen mit Erschrecken fest, dass sie die Vorsätze aus dem Jahr davor, ganz oder teilweise, immer noch nicht umgesetzt haben. Ein Großteil solcher Neujahrsvorsätze dreht sich meist um Finanzen und den Vermögensaufbau.

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Vielleicht denkst du, deine finanzielle Situation ist nicht stabil genug, um deinen Vermögensaufbau anzugehen. Oder du denkst, du kennst dich mit Vermögensaufbau und dem Investieren nicht gut genug aus und drückst dich vor der Recherchearbeit. Du möchtest mit deinem Geld geschickter umgehen und finanzielle Ziele erreichen, weißt aber nicht, wie du einen Finanzplan erstellen kannst.

Wie lange nimmst du dir schon vor, dich mit deiner Altersvorsorge zu beschäftigen? Und warum bist du noch nicht weiter gekommen? War der Schmerz bisher nicht groß genug? In diesem Beitrag gehe ich auf Vorsätze im Bereich Vermögensaufbau und Finanzen ein, erläutere, ob es sich lohnt und gebe dir Tipps für eine schnellere Umsetzung.


Sparen ist kein Vermögensaufbau

Viele Deutsche geben an, sie möchten mehr sparen, um Vermögen aufzubauen. Das ist sehr erstrebenswert und wird auch von vielen Deutschen umgesetzt, aber leider immer noch falsch. Wir haben in Deutschland ein Geldvermögen in der Geldmenge M1 von 6 Billionen Euro. Es gibt Negativzinsen, Strafzinsen, wir haben eine Inflation, die sicherlich nicht bei 2 Prozent liegt und trotzdem wird das Geldvermögen der Deutschen immer mehr – weil sie sparen wie die Weltmeister.

Wenn du aber wirklich Vermögensaufbau anstrebst und eine Rendite erwirtschaften möchtest, die nicht von der Inflation verschlungen wird, solltest du investieren, anstatt zu sparen. Dies geht ganz einfach über einen Investmentsparplan ab monatlichen 25 Euro. Es gibt hier sehr konservative Lösungen und Investieren bedeutet keinesfalls gleich, ein hohes Risiko eingehen zu müssen. Du kannst dein Geld produktiv für dich arbeiten lassen. Verabschiede dich vom Sparen, wenn du wirklich Vermögensaufbau betreiben möchtest und strebe eine Investition an.


Vermögensaufbau durch Investieren

Vermögensaufbau durch Investieren wird immer einfacher, aber dennoch kommen viele nicht in die Umsetzung. Du kannst bei fast jeder beliebigen Depotbank ein Depot eröffnen und den Fonds XY ab monatlichen 25 Euro besparen. Es ist nicht nötig, eine umfangreiche Recherche zu den verschiedenen Fonds zu starten. Wichtig ist, dass du beginnst. Jetzt. Nachjustieren kannst du jederzeit.

Die folgenden Punkte tauchen im Zuge von Neujahrsvorsätzen oft auf der Agenda auf, um etwa Kosten zu sparen und diese für den Vermögensaufbau einzusetzen. Prüfe nach, was sich für dich lohnen könnte, was du schon lange erledigen wolltest und dieses Jahr ein für allemal umsetzen kannst. Vermögensaufbau verzeiht keine Verzögerungen und Versäumnisse. Geld, das du jetzt nicht in deinen Vermögensaufbau steckst, kann nicht für dich arbeiten. So schmälerst du deine Rendite erheblich.


Kosten analysieren

Du möchtest deine laufenden Kosten analysieren, um deinen Vermögensaufbau voranzutreiben? Eine gute Idee und ein wirklich einfacher Schritt in Richtung Vermögensaufbau, denn wir schmeißen an vielen Stellen unnötig viel Geld aus dem Fenster.

Hast du eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder ein Zeitungsabo, das du nicht nutzt? Schaue in deinen Apple Play oder Google Store und prüfe, welche unnützen Abos sich jährlich verlängern, weil du sie nicht kündigst. Welche Versicherungen sind überflüssig oder wo lassen sich durch eine Selbstbeteiligung Kosten sparen? Es gibt so viele Möglichkeiten, Kosten zu optimieren. Die Ersparnis kannst du zum Investieren und für deinen Vermögensaufbau nutzen.


Depot-Optimierung

Du hast bereits ein Depot, aber kümmerst dich nicht um eine Optimierung? Fühlst du dich damit überfordert und hast Angst, etwas falsch zu machen? Langfristig erfolgreicher Vermögensaufbau erfordert Nachjustierungen und Optimierungen bei deinen Investments. Hole dir zur Not einen Honorarberater für ein paar Stunden an die Seite. Schildere deine aktuelle Lage, deine Ziele und Wünsche und erarbeite eine Optimierung deines Depots. Wichtig hierbei ist, zwischen einem Honorarberater und Provisionsberater zu unterscheiden. Ein Honorarberater wird für eine Dienstleistung bezahlt, nicht für einen Abschluss.


Altersvorsorge

Du möchtest endlich deine Altersvorsorge in Angriff nehmen oder dich mit der Sinnhaftigkeit bestehender Verträge befassen? Es ist höchste Zeit. Du kannst dich zwecks Vermögensaufbau zur Altersvorsorge nicht mehr auf die gesetzliche Rente verlassen. Das Schiff sinkt bereits.

Auch freiwillige Zuzahlungen in die deutsche Rentenversicherung können sich unter Umständen lohnen, aber es ist nachzurechnen. Solche Berechnungen lassen sich akribisch, bis ins kleinste Detail, erstellen. Suche dir einen vernünftigen Berater, der dazu imstande ist und dir hilft, deinen Vermögensaufbau zwecks Altersvorsorge zu optimieren.


Kostenloses Girokonto

Viele Banken haben erstmals Gebühren erhoben oder diese angezogen. Leistungen, die vorher kostenlos oder günstig waren, kosten nun bares Geld und daher hast du dir vorgenommen, zu wechseln.

Banken vor Ort haben immer noch ihre Daseinsberechtigung, wie ich finde. Bei einer Onlinebank ist es nicht so einfach, einen Kredit zu bekommen. Planst du in den nächsten Jahren ein Eigenheim, hat der persönliche Bezug zur Bank vor Ort seine Vorteile.

Trotzdem muss man abwägen. Wenn ein Onlinekonto kostenlos ist, sollte man es zumindest als Zweitkonto eröffnen und die Vorteile nutzen. Die Konditionen der Hausbanken sind oft einfach Verhandlungssache. Man kann durchaus, durch ein persönliches Bankgespräch, ähnliche oder teils günstigere Konditionen verhandeln.

Ist deine örtliche Bank jedoch in Summe deutlich teurer und du brauchst keinen persönlichen Ansprechpartner, kannst du hier Kosten sparen und diese wiederum für deinen Vermögensaufbau einsetzen.


Schulden loswerden

Viele haben sich zum Ziel gesetzt, im neuen Jahr ihre Schulden loszuwerden. Hier ist jedoch zu differenzieren. Es gibt die Konsumschulden und die sogenannten „guten Schulden“. Zu den Konsumschulden zählt etwa die Null-Prozent-Finanzierung im Elektrofachmarkt oder der Autokredit zu sieben oder acht Prozent. Das sind schlechte Schulden, die du loswerden solltest.

Beachte dabei jedoch unbedingt: Wenn du deine Schulden zurückzahlen möchtest, begleiche diese nicht von deinen Reserven. Du solltest immer auf eine Liquiditätsreserve zurückgreifen können. Angenommen, du hast 5.000 Euro an Reserven, dann zahle nur etwa die Hälfte davon an Schulden zurück. Behalte also 2.500 Euro an Liquiditätsreserve. So wirkst du einem unvorhergesehenen Schlamassel entgegen.


Sparauftrag einrichten

Du möchtest endlich einen Dauerauftrag auf ein internes Konto einrichten und deinen monatlichen Überschuss automatisch „auf die hohe Kante schieben“? Auch hier der Tipp: Du solltest es nicht auf dem Bankkonto parken. Du solltest den Überschuss am Monatsende investieren und so deinen Vermögensaufbau voranbringen.


Haushaltsbuch einführen

Ein beliebter Vorsatz ist auch, ein Haushaltsbuch einzuführen. In meinen Coachings gehört dieser Teil oft zur Hausaufgabe. Vielen ist gar nicht bewusst, wofür sie ihr monatliches Gehalt im Detail ausgeben und wundern sich oft, wohin das Geld verschwindet. Vor allem kleine, unwichtig erscheinende Beträge addieren sich oft zu Summen, die man weitaus sinnvoller einsetzen könnte, wie etwa für den Vermögensaufbau.

Ein Haushaltsbuch hilft dir, den Überblick zu behalten. Und wer den Überblick hat, gibt selten mehr aus, als zur Verfügung steht. Du schaffst ein Bewusstsein für deine Ausgaben und reduzierst an der ein oder anderen Stelle Kosten, die wiederum in den Vermögensaufbau oder Abbau von Schulden fließen können.


Wechsel zum Tagesgeldkonto mit höheren Zinsen

Du planst, wegen der aktuell steigenden Zinsen ein Tagesgeldkonto zu eröffnen? Wer braucht denn heutzutage noch ein Tagesgeldkonto? Für deinen Vermögensaufbau ist es sicherlich nicht förderlich, dein Geld auf einem Tagesgeldkonto zu parken. Ein asbach uralt Konzept, das völlig überholt ist.

Für 0,2 Prozent wechselst du das Tagesgeldkonto und drei Monate später sagt die Bank, wir reduzieren den Zins jetzt wieder. Das ist den Aufwand nicht wert. Ein Tagesgeldkonto braucht niemand mehr. Zur Not parkst du Geld auf deinem Girokonto.


Bewusster mit Geld umgehen

Das ist ein Vorsatz, der sich durchaus positiv auf deinen Vermögensaufbau auswirken kann. Wir zahlen immer weniger mit Bargeld und verlieren durch das elektronische Bezahlen den Bezug zu Geld. Dein Bargeld in der Tasche ist begrenzt. Die Karte kannst du hingegen leicht ausreizen und überziehen.

Außerdem sollten wir uns öfter mal fragen, ob die geplante Ausgabe wirklich nötig ist. Nehme dir die Zeit und denke ein paar Tage über die Anschaffung nach, anstatt gleich zuzuschlagen. Wir werden von Emotionen geleitet, die oft zu voreiligen Handlungen führen. Wie du weißt, passen Emotionen und Geld jedoch nicht gut zusammen.

Gehst du also sensibler und bewusster mit deinem Geld um, lässt sich ganz sicher eine beachtliche Summe einsparen, die du in deinen Vermögensaufbau stecken kannst.


Vermögensaufbau und die Umsetzung von Vorsätzen: Woran hapert es oft?

Folgende Punkte sind oft ausschlaggebend, warum du nicht in die Umsetzung kommst und deinen Vermögensaufbau angehst. Vielleicht trifft der ein oder andere Punkt auch auf dich zu. Analysiere und hinterfrage deine aktuelle Situation, sei ehrlich zu dir selbst und packe den Stier bei den Hörnern.


1. Kein klarer Fokus

Vielleicht haben sich viele der oben genannten Vorsätze angehäuft und du willst alle Vorsätze gleichzeitig angehen. Meistens übernimmt man sich, wenn man zu viele Vorsätze hat. Man fühlt sich überfordert und das hat Frustration zur Folge. Fokussiere dich stattdessen auf einen oder zwei Punkte und setze diese zu 100 Prozent um. So schaffst du ein Erfolgserlebnis und bist motivierter, im nächsten Schritt weitere Punkte anzugehen.


2. Der Schmerz war bisher nicht groß genug

Du hast deinem Ziel bisher zu wenig Bedeutung beigemessen. Der Schmerz war bisher nicht groß genug. Ein wesentlicher Grund, finanzielle Vorsätze vor sich herzuschieben. Aber willst du warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist? Vermögensaufbau ist deutlich einfacher und erfolgreicher, wenn du früh genug beginnst. Je länger du wartest, desto höher ist der Aufwand.


3. Dein Ziel ist zu hoch gesteckt

Kannst du dein Ziel wirklich zu hoch stecken? Ich denke, nein. Nur wer groß denkt, kann auch Großes erreichen.

Viele Menschen setzen sich kleine Ziele, um dann sagen zu können, ich hab’s geschafft. Das Ziel ist erreicht. Aber warum ist es nicht möglich, auch größere Ziele zu erreichen? Viele möchten Vermögensaufbau betreiben und Geld investieren und sagen „Aber ich muss ja kein Millionär werden.“ Warum nicht? Was wäre, wenn? Dein Ziel kann nie groß genug sein. Setze dir bewusst große und ambitionierte Ziele.

Natürlich musst du auch bereit sein, etwas dafür zu tun. Aber nur Träume und Ziele, vor denen du Respekt hast und die vielleicht ein wenig angsteinflößend sind, sind es auch wert, die Mühe auf sich zu nehmen, sie wahrzumachen.


4. Die Angst zu scheitern

Viele haben Angst zu scheitern und als Versager dazustehen. Das Umfeld könnte einen nicht mehr ernst nimmt oder sogar auslachen. Scheitern erzeugt negative Emotionen. In anderen Ländern werden mehr Risiken eingegangen und natürlich scheitern Menschen mit ihrem Vorhaben, mit ihren Unternehmen, aber sie stehen wieder auf und fangen von vorn an.

Geht man in Deutschland pleite, weil vielleicht mit dem Unternehmen falsch gewirtschaftet wurde, ist man angezählt. Man wird nicht mehr ernst genommen. Scheitern ist jedoch völlig normal, wenn man große Visionen hat. Du musst nur reflektieren können, warum du gescheitert bist und bereit sein, daraus zu lernen. Es wegen der Angst zu scheitern niemals zu versuchen, kann keine Lösung sein.


Nehme deinen Vermögensaufbau in Angriff

Wenn du Vorsätze zum Vermögensaufbau oder bezüglich deiner Finanzen generell hast, schreibe sie auf, setze dir ein oder zwei Prioritäten und ziehe es durch. Du hast das Recht, zu scheitern. Aber du hast die Pflicht, es wieder zu versuchen und weiterzumachen. Aber komme bitte aus der Deckung und in die Umsetzung.



Wenn du beim Vermögensaufbau und dem Umsetzen deiner Vorsätze Unterstützung brauchst, komme gerne auf mich zu. Buche doch ein kostenloses Erstgespräch. Wir klären dann in 30 bis 45 Minuten, wie ich dich unterstützen kann und wo deine Herausforderungen liegen. Ich verspreche dir, du wirst am Ende des Gesprächs einen Nutzen für dich mitnehmen.

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Vielen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast. Wenn du Hörer meines Podcasts bist, freue ich mich über eine Rezension bei iTunes und über dein Teilen und Empfehlen meiner Kanäle. Teile meinen Podcast auch gerne offline mit Familie, Freunden und Bekannten. Mein Ziel ist es, Menschen dazu zu bringen, sich mit ihren Finanzen und Vermögensanlagen zu beschäftigen, damit sie klügere Entscheidungen für die Zukunft treffen können. Dabei benötige ich deine Hilfe. Bis zum nächsten Mal,

dein Sven Stopka

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