Deine Ruhestandsplanung: Gesetzliche Rente und mehr

Lesezeit: 4 min
31. August 2023

Hast du eine detaillierte Vorstellung davon, wie die du deine Konsum-Fähigkeit im Alter sicherstellen kannst? In diesem Beitrag geht es um deine Altersvorsorge, Rente oder den Vermögensaufbau zur freien Verwendung, wie auch immer du es nennen magst.

Viele verlassen sich bei der Ruhestandsplanung auf nur eine dieser Säulen, und zwar die gesetzliche Rente. Warum du dringend handeln und deine Zahlen aufarbeiten solltest, erfährst du in diesem Beitrag. Hörst du lieber den dazugehörigen Podcast, geht es hier entlang.


Ruhestandsplanung mit der gesetzlichen Rente

Du verlässt dich bei der Ruhestandsplanung auf die gesetzliche Rente? „Die Rente ist sicher“, sagte einst Norbert Blüm. Mittlerweile wissen wir, dass das nicht stimmt und dass das Schiff längst sinkt. Seitens unserer Politiker wird zwar immer wieder am Rentensystem rumgedoktert, aber im Grunde ist schon lange klar, dass es nicht zu retten ist.

Der ein oder andere Politiker schielt inzwischen auf Lösungen, wie etwa die Aktien-Rente in Norwegen oder anderen Ländern, aber es kommt tatsächlich einige Jahre zu spät.

Vielleicht werden wir noch eine Rente erhalten. Sie wird aber ganz bestimmt nicht auskömmlich sein, sodass wir uns bezüglich der Ruhestandsplanung darauf verlassen könnten. Verdienst du heute 3.000 Euro durchschnittlich im Monat und arbeitest 40 Jahre lang, lebst du abzüglich Kranken- und Pflegeversicherung und nach Kaufkraftverlust später von rund 940 Euro. Das ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Wie viele Menschen arbeiten außerdem im Minijob, in Teilzeit oder gar nicht?

Also ein Schlag ins Gesicht für die arbeitende Bevölkerung. Die Politik hat sich in den letzten Jahrzehnten an der Rentenkasse bedient und nun fällt es der aktuellen und den kommenden Generationen auf die Füße.


Versorgungswerke und Beamten-Pensionen

Viele berufsständische Kammerberufler wogen sich bezüglich ihrer Ruhestandsplanung bisher in Sicherheit und haben sich darauf verlassen, dass ihre Rente später entsprechend hoch ist.

Freiberufler sollten wirklich mal prüfen, was in den Satzungen steht und welche Faktoren berücksichtigt wurden. Ich habe in letzten Jahren einige Zahnärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater beraten, die sehr erschrocken über die tatsächlichen Details waren.

Auch Beamte wiegen sich in einer Sicherheit und rechnen mit einer auskömmlichen Pension, wissen aber oft nicht, was an Steuern, Inflation etc. abgezogen werden wird. Dass Pensionen aufgrund von leeren Kassen gekürzt werden können, ist nicht ganz unwahrscheinlich. Das Rentensystem wird durch Steuermittel finanziert.

Deutschland hat kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Wir schicken Milliarden ins Ausland für teils sinnlose Projekte und transferieren viel Geld aus Deutschland in Länder, die es zum Teil eigentlich gar nicht nötig haben. Dabei wird die eigene Bevölkerung vernachlässigt.

Dass viele heutige Rentner mit der Grundsicherung auf Staatsleistungen angewiesen sind, obwohl sie Jahrzehnte hart gearbeitet haben, ist ein Schlag ins Gesicht.


Ruhestandsplanung durch freies Kapitalvermögen

Hier bist du gefragt und solltest schleunigst in die Umsetzung kommen. Du kannst freies Kapitalvermögen für deine Ruhestandsplanung über verschiedene Wege aufbauen, wie etwa Aktienfonds, Mischfonds oder andere Kapitalanlagen. Wichtig hierbei ist, dass es transparent und liquidierbar ist. Und du solltest dich von Anfang an damit auseinandersetzen, wie du letztlich ein monatliches Einkommen aus deinem späteren Kapital herausziehst.

Ich bin bekanntlich ein großer Freund von Aktienfonds. Die Kostenstruktur ist günstig, du weißt, worauf du dich einlässt, es ist völlig transparent und reguliert und du kannst deine Einnahmen später steuern. Du verfolgst deinen Sparplan und häufst entsprechendes Kapital an und im Ruhestand tritt dein Auszahlplan in Kraft.


Ruhestandsplanung mit Immobilieneigentum

Viele meiner Kunden berücksichtigen Immobilien bei ihrer Ruhestandsplanung. Insbesondere in Anbetracht der politischen Situation sollten wir uns aber fragen, ob Immobilien in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch eine sinnvolle Kapitalanlage sein werden. Der Trend am Markt ebbt allmählich ab, Zinsen sind gestiegen. Wir wissen nicht, wie es weitergeht. Ich bin davon überzeugt, dass viele Eigentümer, die in den letzten Jahren gekauft und sehr kurzfristig finanziert haben, bei der Zinsverlängerung in große Schwierigkeiten kommen werden. Ich kenne Fälle, bei denen in den nächsten Jahren etwa 400 bis 800 Euro im Monat mehr anfallen werden. Das muss man sich wirtschaftlich erstmal leisten können.

Der Zins ist in letzten Jahren künstlich niedrig gehalten und von den Notenbanken, von der EZB, nach unten gedrückt worden. Das hat dazu geführt, dass viele sich etwas geleistet haben, was sie sich unter normalen Umständen nie hätten leisten können. Immobilien muss man sich unter normalen Rahmenbedingungen leisten können.

Wir können nur hoffen, dass es nicht so dramatisch wird, wie wir es vor etlichen Jahren gesehen haben, wenn viele ihr Eigenheim verlieren und der Markt überschwemmt wird. Immobilienbesitzer werden kaum mit einem Plus herauskommen und ihre Ruhestandsplanung aufs Spiel setzen.


Deine Ruhestandsplanung erfordert jetzt deine Aufmerksamkeit

Daher solltest du dich dringend mit deinen Zahlen auseinandersetzen. Was bleibt dir von der gesetzlichen Rente, vom Versorgungswerk oder der Beamtenpension für deine Ruhestandsplanung? Was ergibt dein freies Kapitalvermögen, sprich Lebens- und Rentenversicherung, Aktienfonds und was auch immer du besitzt? Stelle all dies auf den Prüfstand.

Kapitalanlageprodukte, die dir keinen Nutzen bringen, gefährden deine Ruhestandsplanung. Das kannst du dir theoretisch selbst einfach ausrechnen. Was hast du bisher eingezahlt und was hast du aktuell drin? Stellst du Erträge fest oder ein Minusgeschäft?

Wo stehst du also mit deinen Säulen der Ruhestandsplanung und deiner Konsum-Fähigkeit im Alter? Was ist dein Ziel und wie ist dieses zu erreichen?



Wenn du bei der Ruhestandsplanung Unterstützung brauchst, nutze die Chance auf ein kostenloses Erstgespräch. Wir klären dann in rund 45 Minuten, wie ich dir helfen kann und worin deine Herausforderungen liegen. Ich verspreche dir, du wirst am Ende des Gesprächs einen Nutzen für dich mitnehmen.

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Vielen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast. Wenn du Hörer meines Podcasts bist, freue ich mich über eine Rezension bei iTunes und über dein Teilen und Empfehlen meiner Kanäle. Teile meinen Podcast auch gern offline mit Familie, Freunden und Bekannten. Mein Ziel ist es, Menschen dazu zu bringen, sich mit ihren Finanzen und Vermögensanlagen zu beschäftigen, damit sie klügere Entscheidungen für die Zukunft treffen können. Dabei benötige ich deine Hilfe. Bis zum nächsten Mal,

dein Sven Stopka

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