Vermögensaufbau leicht gemacht: 7 Schritte zum Erfolg

Lesezeit: 5 min
25. April 2019

Vermögensaufbau ist ein Problem, so zumindest ist es weit verbreitet.

In diesem Beitrag geht es darum, warum es so vielen Menschen schwer fällt, Vermögensaufbau zu bereiten. Lerne welche kleinen Stellschrauben dich und deinen finanziellen Erfolg auf ein neues Level heben.


1. Die Macht negativer Glaubenssätze

Kennst du solche Aussagen wie:

„Über Geld spricht man nicht.“, 
„Das letzte Hemd hat keine Taschen.“,
„Reiche Menschen sind schlecht, arrogant und unehrlich.“,
„Geld verdirbt den Charakter.“,
„Geld wächst nicht auf den Bäumen.“?

Das sind nur einige von sehr vielen negativen Aussagen und Glaubenssätzen zum Thema Geld und meine Bitte an dich: Wenn du Mutter oder Vater bist, vermeide in der Gegenwart deines Kindes die Aussprache von solchen Sätzen. Kinder sind für solche Aussagen sehr empfänglich, da sie Glaubenssätze häufig ungefiltert übernehmen und dies dazu führen kann, dass dein Kind später ein großes Problem damit hat, eine positive Beziehung zum Thema Geld aufzubauen.

Das merke ich insbesondere, wenn ich junge Mandanten berate und sie zum Thema Geld keine gute Beziehung haben. Ich frage immer, wo der Ursprung dessen liegt und bekomme häufig die Antwort, dass bereits die Eltern ein schlechtes Verhältnis zu Geld hatten. Sei dir also bewusst, dass das, was du an deine Kinder weitergibst, einen großen Einfluss auf ihr späteres Verhältnis zu Geld haben wird.


2. Die Rolle eines Finanzplans für deinen Erfolg

Ein zentrales Instrument für deinen finanziellen Erfolg ist ein Finanzplan. Er dient dir als ein Navigationssystem, das dich Jahr für Jahr auf deinem Weg an dein Ziel begleitet. Lass es mich dir an einem Beispiel erklären: Es gibt in der heutigen Zeit sehr viele Fahrzeuge mit Sprachsteuerung. Wenn du dich in ein solches Fahrzeug hineinsetzt und den Motor startest, das Knöpfchen drückst und dem Fahrzeug sagst „Navigiere mich“, dann wird das Fahrzeug dich etwas fragen. Und zwar, „Wohin?“ und dieses wohin ist dein Ziel am Ende des Finanzplans. Das heißt, wenn du mit 63 Jahren aufhören möchtest, zu arbeiten oder mit 55 Jahren bereits kürzer treten willst, ist es sinnvoll, dir mit einem Finanzplan einen Überblick darüber zu verschaffen, ob du auf dem richtigen Weg bist. Und wenn du schwarz auf weiß siehst, dass du deinem Ziel Stück für Stück näher kommst, macht dich das weniger empfänglich für unnötige Ausgaben.

3. Ein wichtiger Baustein: Finanzielle Rücklagen

Zudem ist es wichtig, dir eine finanzielle Rücklage aufzubauen. Dies ist elementar, denn es gibt sehr vieles, was unvorhergesehen passieren kann, wie z.B. eine defekte Waschmaschine, der Trockner, das Auto oder anfallende Reparaturen im Haus. Wenn du keine Rücklagen aufgebaut hast, wirst du einen Kredit aufnehmen müssen, der durch die Rückzahlung von Zins und Tilgung wiederum eine monatliche Belastung darstellt. Dieses Geld wäre viel sinnvoller in den Aufbau eines Vermögens investiert. Daher ist meine grundsätzliche Empfehlung, dass du zwischen 2 und 4 Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto beiseite legst, auf das du jederzeit zugreifen kannst.

4. Was es zu vermeiden gilt

Ganz wichtig ist es, einen Dispositionskredit auf dem Konto zu vermeiden. Der Dispositionskredit ist einer der teuersten Kredite schlechthin – einige Banken verlangen dafür bis zu 14 % Zinsen im Jahr. Konkret bedeutet das, wenn du das Konto für 1 Jahr um 1.000 € überziehst, zahlst du 140 € Zinsen dafür. Wenn du wirklich die Notwendigkeit siehst, den Dispo in Anspruch nehmen zu müssen, dann bitte nur kurzfristig. Sollte es längerfristiger sein, schaue, dass du bei deiner Bank vor Ort einen günstigen Kredit bekommst oder über ein Vergleichsportal im Internet.

Was du außerdem vermeiden solltest, sind sogenannte 0 % Finanzierungen. Diese 0 % Finanzierungen von großen Elektronikmärkten haben zwei eklatante Nachteile. Zum einen gibt es einen Schufa-Eintrag über einen Kredit in Höhe des Warenkaufs und zum anderen belastet dieser Kredit deine monatliche Liquidität.


5. Wie ist das mit der Rente?

Für Menschen, die im Niedriglohnsektor (das bedeutet in Teilzeit- oder Minijobs) arbeiten, sind Produkte wie die Riester-Rente, die private Rente oder die betriebliche Altersvorsorge oft sinnlos und völlig überteuert. Es macht keinen Sinn, sich über das Thema Rente Gedanken zu machen, wenn man weiß, dass man irgendwo in die Grundsicherung hineinfallen wird. Es gibt zwar diesen Freibetrag, der inzwischen eingeräumt wurde, aber unterm Strich kannst du mit einer sinnvollen Lösung – oft ist es eine Honorarlösung – deutlich mehr herausholen als mit einer Provisionslösung.

Ein Beispiel: Angenommen, du würdest 80 € im Monat in eine private Rentenversicherung investieren. Du bist 1987 geboren, du hast ein bisschen was gespart und zahlst 20.000 € einmalig in diesen Vertrag ein. Was meinst du, wie hoch wäre die Ablaufleistung, wenn du das ganz normal über ein Provisionsprodukt machst? Es sind rund 367.000 €. Da könnte man sagen, das ist schon eine stattliche Summe, das ist ja völlig in Ordnung. Wie ich bereits in der ersten Episode sagte, gibt es die Provisionsberatung und die Honorarberatung.

Was meinst du, würde bei einem Honorarberater unter gleicher Annahme herauskommen, wenn alle Honorarkosten bereits mit eingerechnet werden? Es sind sage und schreibe rund 250.000 € mehr Gewinn, wenn dir ein Honorarberater das gleiche Produkt ohne Provisionskosten verkauft. Das ist ein eklatanter Unterschied bei 80 € im Monat. Solltest du jetzt monatlich mehr als 80 € sparen, kannst du gerne einmal ausrechnen, was das in deinem Fall ausmacht.


6. Das Sparverhalten der Deutschen

Wie verhalten wir Deutschen uns nun beim Sparen? Deutschland ist ein Land der Sparer. Die Deutschen sparen 27,3 % ihres Bruttoinlandsproduktes. Das ist auf Platz 2 in Europa nur übertroffen von den Niederländern mit 27,5 %. Jetzt stellt sich die Frage: „Was machen wir denn aus dem, was wir sparen?“.

Da muss ich dir leider sagen, wir sind das Armenhaus in Europa, denn wir haben pro Haushalt im Durchschnitt gerade einmal rund 50.000 € Nettovermögen, und das ist wirklich sehr wenig. Vergleichsweise sparen die Spanier, Italiener, Portugiesen oder Griechen deutlich weniger als wir Deutschen, stehen aber bei dem Vermögen deutlich vor uns. Wie kann das sein? Das liegt daran, dass wir in Deutschland dazu erzogen werden, zu sparen und nicht zu investieren.

Kennst du das vielleicht auch? Es wird ein Kind geboren, die örtliche Bank schreibt die Eltern an und sagt: “Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihres Kindes, hier in der Bank liegt ein Sparbuch mit 5 € parat, kommen Sie doch in den nächsten Tagen vorbei.“ Das ist das erste Mal, dass ein Kind mit Geld in Berührung kommt – es bekommt von der Bank ein Sparbuch geschenkt. Die deutsche Sprache ist ja sehr ehrlich, denn das Sparbuch ist auch das Buch, das man sich sparen kann. Du bekommst vom Sparbuch heute gerade einmal 0,05 % Verzinsung. Wir werden im Kindesalter schon darauf getrimmt, zu sparen. In der heutigen Zeit kann man durchaus mit einem Kind das Sparen üben, aber man sollte auch regelmäßig die Spardose leeren und das Geld sinnvoll investieren.


7. Sinnvolles Investieren ist wichtig

Was ist sinnvoll in der heutigen Zeit? Ich habe selbst zwei Kinder und ich kann nur allen Eltern empfehlen, investiert langfristig und sinnvoll in den Kapitalmarkt. Die Kinder werden es euch später sehr danken. Und spart das Geld nicht auf sinnlosen Sparbüchern und Tagesgeldkonten für Kinder, das bringt gar nichts. Oft ist es so, dass die Eltern nicht einmal dieses Wissen haben und der örtlichen Bank glauben, dass ein Sparbuch sehr sinnvoll ist. Ich kann nur sagen, wenn du Mutter oder Vater bist und ein Sparbuch für dein Kind besparst: Löse es am besten sofort auf und investiere sinnvoll in Aktienfonds und dein Kind hat später deutlich mehr Kapital zur Verfügung als auf dem Sparbuch.

Woher kommt dieses Problem, dass wir mehr sparen als investieren? Es liegt daran, dass wir in der Schulausbildung nichts über das Thema Geld lernen. Wir lernen in der Schule nur, für Geld zu arbeiten, aber nicht, wie wir Geld sinnvoll investieren. Es gehen Jahr für Jahr hunderttausende Schüler von den Schulen ab und haben keine Ahnung von Versicherungen, Steuern oder Finanzen und sind so gesehen ein ganz einfaches Futter für Banken und Versicherungen.

Man kann einem unwissenden Menschen jeglichen Mist verkaufen, den er gar nicht braucht. Ich kann nur sagen: Gold Sparpläne mit ASIO Aufschlag, Solarpark Beteiligungen, Windparks, dubiose Lebens- und Rentenversicherungen, die kein Mensch braucht. All das würde nicht verkauft werden können, wenn wir in Deutschland eine gewisse Finanzbildung hätten.

Mein Ziel mit meinem Wirken ist es, dass das Thema Geld und Finanzen bei dir nicht zu einer Überforderung führt, sondern du die Verantwortung für dein Geld übernimmst. Glaube nicht, was dir Banken und Versicherungen erzählen. Recherchiere selbst und mache dich schlau.



Ich hoffe, du konntest etwas aus diesem Beitrag mitnehmen! Wenn du Lust hast, höre auch gerne in die nächste Episode in meinem Podcast „Vermögensaufbau abseits der Masse“ rein.

In diesem Sinne, wünsche ich dir viel Erfolg beim Vermögensaufbau!

Viele Grüße, Sven Stopka

Noch keine Kommentare

Lass uns wissen was du denkst