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Du kannst es dir nicht leisten, kein Millionär zu werden!

Geschrieben von Sven Stopka | 26. Februar 2026

 

Viele Menschen haben ein gutes Einkommen, sparen regelmäßig und haben trotzdem das Gefühl, finanziell nicht wirklich voranzukommen. Verträge sind vorhanden, Altersvorsorge ist geregelt – zumindest auf dem Papier. Und doch bleibt die Frage: Lege ich mein Geld eigentlich sinnvoll an?

Genau diese Frage begegnet mir seit Jahren in Gesprächen mit Angestellten, Selbstständigen und Unternehmern. Nicht, weil sie zu wenig verdienen oder nichts tun, sondern weil sie Entscheidungen getroffen haben, deren Konsequenzen ihnen nie wirklich erklärt wurden.


Für mich gibt es bestimmte Tage im Leben, die fest mit einer Botschaft verbunden sind. Einer davon ist der 9. September 2025. An diesem Tag ist mein Buch erschienen: „Du kannst es dir nicht leisten, kein Millionär zu werden“. Nicht als Versprechen auf schnellen Reichtum, sondern als ehrliche Auseinandersetzung mit der Frage, warum viele Menschen trotz guter Voraussetzungen finanziell falsch abbiegen.

Dieses Buch ist aus der Praxis entstanden. Aus unzähligen Gesprächen mit Menschen, die eigentlich alles „richtig“ gemacht haben und dennoch unsicher waren, ob ihre Entscheidungen langfristig tragen. In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, warum finanzielle Klarheit nicht bei Produkten beginnt, sondern beim Verständnis – und warum genau das darüber entscheidet, ob du dein Geld sinnvoll anlegst.

Dieser Beitrag ist kein klassischer Ratgeber und keine Anleitung zum Investieren. Er ist ein Einblick in die zentralen Gedanken meines Buches – und in die Fragen, die ich mir selbst und meinen Kunden seit Jahren stelle, wenn es darum geht, Geld nicht nur anzulegen, sondern sinnvoll zu entscheiden.

 

Warum dieses Buch überhaupt entstanden ist

Die Idee zu diesem Buch ist nicht plötzlich entstanden, sondern hat sich über Jahre aufgebaut. Einen konkreten Anstoß gab es 2023, als mir durch eine beiläufige Situation bewusst wurde, wie selbstverständlich Außenstehende mir bereits die Rolle eines Autors zuschrieben – während ich selbst dieses Kapitel noch gar nicht aufgeschlagen hatte. Das war der Moment, in dem aus einem losen Gedanken ein klarer Entschluss wurde.

Was mich dabei angetrieben hat, war weniger der Wunsch, ein Buch zu veröffentlichen, sondern der Drang, Dinge auszusprechen, die in der Finanzbranche selten offen benannt werden. In meiner täglichen Arbeit sehe ich seit Jahren, wie Kunden Produkte kaufen, ohne deren Konsequenzen wirklich zu verstehen. Wie Kosten, Laufzeiten und Vertragsdetails ausgeblendet oder verharmlost werden. Irgendwann war für mich klar: Diese Einblicke lassen sich nicht in einzelnen Gesprächen aufarbeiten – sie brauchen einen größeren Rahmen.

Von Anfang an stand fest, dass dieses Buch kein Schnellprojekt werden sollte. Es hätte viele Abkürzungen gegeben, doch genau die wollte ich vermeiden. Mir ging es um Substanz, um Tiefe und um Verantwortung gegenüber den Lesern. Deshalb habe ich bewusst den Weg über einen Verlag gesucht und zahlreiche Absagen in Kauf genommen, bevor sich schließlich die richtige Möglichkeit ergeben hat. Als der Vertrag im Herbst 2024 zustande kam, war das ein echter Erfolgsmoment und der Startschuss für echte Arbeit.

Das Ergebnis sind über 240 Seiten gebündelter Praxiserfahrung. Kein theoretisches Konstrukt, sondern Inhalte, die aus realen Beratungssituationen entstanden sind. Dieses Buch ist der Versuch, Transparenz in ein Thema zu bringen, das viele betrifft – und über das trotzdem erstaunlich wenig ehrlich gesprochen wird.


Für wen dieses Buch gedacht ist

In meiner Arbeit habe ich immer wieder festgestellt, dass finanzielle Unsicherheit kein Randphänomen ist. Sie betrifft Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen. Genau deshalb war mir wichtig, das Buch nicht aus einer einzigen Perspektive zu schreiben, sondern verschiedene Lebensrealitäten abzubilden.

Im Buch begleite ich vier Charaktere, die stellvertretend für typische Situationen stehen: den Durchschnittsverdiener, die gutverdienende Angestellte, die Selbstständige und den Unternehmer. Unterschiedliche Einkommen, unterschiedliche Herausforderungen – aber ein gemeinsamer Nenner: Alle stehen vor Entscheidungen, die darüber bestimmen, ob sie ihr Geld langfristig sinnvoll anlegen oder sich auf Annahmen verlassen, die später teuer werden können.

Viele Leser erkennen sich schnell in einer dieser Rollen wieder. Nicht, weil sie identische Zahlen oder Verträge haben, sondern weil die Denkweisen, Erwartungen und Unsicherheiten ähnlich sind. Genau dort setzt das Buch an. Es geht nicht darum, jemanden in eine Schublade zu stecken, sondern Orientierung zu geben – unabhängig davon, wie viel jemand verdient oder wie komplex die eigene Situation ist.


Warum Altersvorsorge in Deutschland oft nicht ausreicht

In vielen Gesprächen höre ich denselben Satz: „Ich verdiene gut, die gesetzliche Rente wird schon irgendwie reichen.“ Genau diese Annahme ist einer der größten Gründe, warum Menschen sich in trügerischer Sicherheit wiegen. Im Buch nehme ich deshalb bewusst den Rentenbescheid selbst in den Blick – nicht als abstraktes Dokument, sondern als Grundlage realer Erwartungen.

Wer sich die Renteninformation genauer ansieht, erkennt schnell, dass zwischen dem, was dort prognostiziert wird, und dem, was im Alltag tatsächlich zur Verfügung steht, eine große Lücke klafft. Abzüge, Inflation und steigende Lebenshaltungskosten werden selten wirklich mitgedacht. Das Ergebnis: Die gesetzliche Rente mag zum Überleben reichen, für finanzielle Freiheit oder Sicherheit im Alter tut sie es in den meisten Fällen nicht.

Hinzu kommt, dass seit Jahrzehnten immer wieder dieselbe Antwort propagiert wird: zusätzliche Altersvorsorge über Renten- und Lebensversicherungen. Ob klassisch, fondsgebunden oder staatlich gefördert – diese Produkte werden häufig als Lösung verkauft, ohne offen zu legen, welche strukturellen Grenzen sie haben. Im Buch zeige ich, warum solche Verträge zwar Sicherheit suggerieren, aber in vielen Fällen kein Vermögen aufbauen und kaum dabei helfen, Geld langfristig sinnvoll anzulegen.


Kosten, die kaum jemand wirklich versteht

Ein zentraler Punkt im Buch ist die Frage, was Finanzprodukte über lange Zeit tatsächlich kosten. Denn genau hier liegt eines der größten Probleme: Viele Entscheidungen wirken auf den ersten Blick harmlos, entfalten ihre Wirkung aber erst über Jahrzehnte.

Im Buch zerlege ich deshalb eine fondsgebundene Rentenversicherung Schritt für Schritt. Kein theoretisches Konstrukt, sondern ein reales Beispiel mit überschaubarem monatlichem Beitrag und langer Laufzeit. Die Rechnung zeigt sehr deutlich, wie stark Kosten, interne Verrechnungen und Steuern das Ergebnis beeinflussen – selbst dann, wenn die Kapitalmärkte ordentlich laufen.

Besonders wichtig war mir dabei, diese Berechnung nicht einfach in den Raum zu stellen. Sie wurde von einem Mathematikprofessor fachlich geprüft und bestätigt. Das Ergebnis ist für viele Leser ein echter Augenöffner, weil es schwarz auf weiß zeigt, warum viele Verträge zwar ordentlich verkauft, aber selten vollständig verstanden werden. Wer solche Zahlen einmal gesehen hat, beginnt automatisch, finanzielle Entscheidungen anders zu hinterfragen – und genauer zu prüfen, ob er sein Geld wirklich sinnvoll anlegt.


Typische Beratungs- und Verkaufsmaschen

Im Buch geht es nicht darum, pauschal gegen Berater oder Versicherungen zu argumentieren, sondern darum, Mechanismen offenzulegen, die viele Entscheidungen verzerren. In der Praxis begegnen mir immer wieder ähnliche Muster, die auf den ersten Blick harmlos wirken, langfristig aber erhebliche Folgen haben können.

Dazu zählt die viel zitierte „kostenlose Beratung“, bei der Kosten nicht verschwinden, sondern lediglich anders verpackt werden. Auch Umdeckungen werden häufig als Optimierung verkauft, ohne transparent darzustellen, welche Nachteile dadurch entstehen. Begriffe wie Flexibilität oder Steuervorteile werden dabei gern in den Vordergrund gestellt, während entscheidende Details im Hintergrund bleiben.

Im Buch greife ich diese Punkte bewusst auf, weil sie erklären, warum sich viele Menschen gut beraten fühlen und trotzdem Jahre später feststellen, dass ihre Entscheidungen nicht zu dem geführt haben, was sie erwartet haben. Selbst der Begriff der Honorarberatung wird kritisch eingeordnet, denn auch hier gilt: Die Bezeichnung allein sagt noch nichts darüber aus, ob Entscheidungen wirklich im Interesse des Kunden getroffen werden.


Versicherungen richtig einordnen

In Kapitel 5 des Buches geht es um ein Thema, das häufig missverstanden wird: Versicherungen. Der Eindruck, ich würde pauschal gegen Versicherungen argumentieren, entsteht schnell – ist aber nicht zutreffend. Es geht nicht um ein „Entweder/Oder“, sondern um Prioritäten und um den richtigen Einsatz.

Zur Einordnung nutze ich im Buch eine einfache Pyramide. Sie zeigt, welche Absicherungen oft viel Aufmerksamkeit bekommen, aber wenig Einfluss auf die finanzielle Stabilität haben, welche sinnvoll sein können – und welche Risiken wirklich existenziell sind. Gerade diese oberste Ebene wird in der Praxis häufig unterschätzt.

Diese Struktur soll helfen, Entscheidungen bewusster zu treffen. Nicht jede Versicherung ist falsch, aber viele werden ohne Gesamtkonzept abgeschlossen. Wer sein Geld sinnvoll anlegen will, sollte zuerst verstehen, welche Risiken tatsächlich abgesichert werden müssen – und welche Produkte eher beruhigen als schützen.


Warum finanzielle Entscheidungen im Kopf beginnen

In Kapitel 6 greife ich die zentrale Aussage des Buchtitels auf: Warum man es sich langfristig nicht leisten kann, finanzielle Verantwortung aufzuschieben. Anhand der vier Charaktere wird deutlich, dass es dabei nicht um Einkommen oder Status geht, sondern um Entscheidungen. Wer glaubt, dass Zeit, Märkte oder Produkte die eigenen Versäumnisse ausgleichen, macht sich von Faktoren abhängig, die er nicht kontrollieren kann.

Kapitel 7 führt diesen Gedanken konsequent weiter. Vermögensaufbau ist kein einzelner Vertragsabschluss und kein Produkt, sondern ein Prozess. Er beginnt im Kopf – mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Zusammenhänge zu verstehen


In diesem Zusammenhang ordne ich auch Themen wie Finanzplanung und passives Einkommen ein. Nicht als Versprechen, sondern als Konzepte, die nur dann funktionieren, wenn sie realistisch betrachtet werden. Wer sein Geld sinnvoll anlegen will, muss zuerst die eigenen Erwartungen prüfen – und verstehen, dass Klarheit und Struktur wichtiger sind als jede vermeintlich clevere Lösung.


Anlageklassen richtig bewerten

Weiterhin geht es um Anlageklassen und die Frage, welche Strategien langfristig tragen können. Ein Schwerpunkt liegt dabei bewusst auf einem Thema, das in Deutschland fast schon als unantastbar gilt: dem Eigenheim. Im Buch ordne ich es nüchtern ein und zeige, warum das selbstgenutzte Haus oder die Wohnung häufig als Altersvorsorge überschätzt wird. Nicht, weil Wohneigentum grundsätzlich falsch ist, sondern weil Kosten, Bindung von Kapital und fehlende Flexibilität selten ehrlich gegengerechnet werden.

Kapitel 9 widmet sich einem Bereich, der enormes Potenzial hat, aber oft missverstanden oder falsch umgesetzt wird: der betrieblichen Altersvorsorge. Dieses Instrument existiert seit nahezu 200 Jahren, wurde jedoch in den letzten Jahrzehnten stark durch Produktinteressen geprägt. Hohe Kosten und komplexe Erweiterungen haben dazu geführt, dass der Nutzen häufig nicht beim Arbeitnehmer ankommt.

Im Buch zeige ich, warum gerade Arbeitnehmer und Arbeitgeber hier genauer hinschauen sollten. Richtig gestaltet kann die betriebliche Altersvorsorge ein wirkungsvolles Instrument sein. Falsch umgesetzt wird sie schnell zu einem weiteren Vertrag, der gut gemeint ist, aber wenig zur finanziellen Klarheit beiträgt.


Steuern verstehen statt verschenken

Kapitel 10 nimmt ein Thema auf, das beim Investieren oft unterschätzt wird: Steuern. Mir war dabei wichtig, dieses Kapitel nicht aus der Perspektive eines Finanzberaters allein zu schreiben. Deshalb habe ich es gemeinsam mit dem Steuergestalter Burkhardt Küpper entwickelt. Nicht, um steuerliche Detailberatung zu liefern, sondern um Zusammenhänge verständlich zu machen.

Im Buch werden für die vier Charaktere konkrete Denkansätze aufgezeigt, wie steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten aussehen können. Viele Leser berichten, dass sie hier auf Punkte stoßen, die ihnen in dieser Form bisher nicht bekannt waren. Nicht, weil sie besonders kompliziert sind, sondern weil sie selten aktiv thematisiert werden.

Dieses Kapitel soll verdeutlichen, dass Geld sinnvoll anlegen nicht bei der Auswahl von Produkten endet. Wer langfristig denkt, muss auch steuerliche Effekte berücksichtigen. Andernfalls gehen Jahr für Jahr Beträge verloren, die mit etwas Wissen vermeidbar gewesen wären.


Leserresonanz und Einordnung – warum dieses Buch wirkt

Ein Buch über Geld, Investieren und Verantwortung kann viel behaupten. Entscheidend ist, wie es bei den Lesern ankommt. Deshalb ist mir das Feedback besonders wichtig – nicht als Selbstbestätigung, sondern als Spiegel der Wirkung. Im November 2025 lag das Buch bei 4,9 von 5 Sternen auf Amazon, basierend auf zahlreichen Bewertungen. Was dabei auffällt: Die Rückmeldungen drehen sich weniger um Renditeversprechen, sondern um Klarheit und Perspektivwechsel.

Diese Stimmen bestätigen genau das, was der Anspruch des Buches ist: keine Anleitung zum schnellen Reichtum, sondern eine ehrliche Auseinandersetzung mit Verantwortung, Denkweisen und finanziellen Entscheidungen. Auch die ausführliche Rezension von Celine Nadolny (Book of Finance), die das Buch kritisch und differenziert bewertet hat, zeigt, dass die Inhalte nicht polarisieren sollen, sondern zur Auseinandersetzung einladen.

Mir ist dabei wichtig zu betonen: Dieses Buch ersetzt keine individuelle Beratung und soll das auch nicht. Es ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Für viele ist es ein Einstieg, um eigene Unterlagen zu prüfen, Entscheidungen zu hinterfragen und Zusammenhänge erstmals wirklich zu verstehen. Mehrfach habe ich bereits Rückmeldungen von Lesern bekommen, die nach der Lektüre ihre Verträge überprüft und festgestellt haben, dass die beschriebenen Mechanismen genau auf ihre Situation zutreffen.


Was du jetzt für dich mitnehmen kannst

Wenn du dich in diesem Beitrag an der ein oder anderen Stelle wiedererkannt hast, dann ist das kein Zufall. Genau für diese Situationen ist das Buch entstanden. Nicht als Anleitung zum schnellen Reichtum, sondern als ehrlicher Einblick in Denkweisen, Entscheidungen und Mechanismen, die darüber entscheiden, ob Geld langfristig sinnvoll angelegt wird oder nicht.

Mein Buch „Du kannst es dir nicht leisten, kein Millionär zu werden“ ist kein Ersatz für individuelle Beratung und kein Versprechen auf einfache Lösungen. Es ist ein Einstieg. Ein Werkzeug, um eigene Unterlagen zu prüfen, Entscheidungen zu hinterfragen und Zusammenhänge endlich zu verstehen.

 

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Bis zum nächsten Mal. Bleibe klug, planbar und renditestark investiert,

dein Sven Stopka.