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Geldanlage für Kinder: So gelingt langfristiger Vermögensaufbau

Geschrieben von Sven Stopka | 24. Februar 2026

 

Wie sorgst du heute dafür, dass dein Kind morgen finanziell entspannter leben kann? Genau diese Frage stellen sich viele Eltern – und stoßen dabei schnell auf Unsicherheit, widersprüchliche Tipps und Produkte, die mehr versprechen, als sie halten.

Die Geldanlage für ein Kind muss weder kompliziert noch teuer sein. Im Gegenteil: Schon kleine monatliche Beträge können über die Jahre ein solides Vermögen aufbauen – wenn man früh beginnt und die richtigen Entscheidungen trifft. In meiner täglichen Arbeit als Honorarberater begleite ich seit vielen Jahren Familien dabei, Geld für ihre Kinder langfristig anzulegen. Dabei sehe ich immer wieder, welche Strategien funktionieren – und welche teuer, unnötig kompliziert oder schlicht ungeeignet sind.

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie eine sinnvolle Geldanlage für dein Kind aussieht, welche Anlageformen wirklich infrage kommen, wie du steuerliche Vorteile nutzt und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest. Ohne Zockerei, ohne leere Versprechen – dafür mit einem klaren, langfristigen Plan, der zu normalen Familien passt. Außerdem erfährst du anhand konkreter Zahlen, wie groß der Unterschied sein kann, ob du heute beginnst – oder erst in ein paar Jahren. Die Ergebnisse überraschen viele Eltern.

Warum die Geldanlage für dein Kind so früh beginnen sollte

Der wichtigste Faktor bei der Geldanlage für Kinder ist nicht die Rendite, nicht die Produktwahl und auch nicht die Höhe der monatlichen Einzahlung. Es ist die Zeit, über die das Geld arbeiten kann. Genau hier liegt der entscheidende Vorteil von Kindern gegenüber Erwachsenen.

Je länger der Anlagezeitraum, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt. Er sorgt dafür, dass nicht nur das investierte Geld wächst, sondern auch die bereits erzielten Erträge wieder Erträge erwirtschaften. Dieser Effekt entfaltet seine volle Kraft erst über viele Jahre – und genau diese Jahre stehen Kindern zur Verfügung.

Ein früher Start bedeutet daher nicht, dass mehr Geld investiert werden muss. Im Gegenteil: Wer früh beginnt, kann mit geringeren monatlichen Beträgen ein deutlich besseres Ergebnis erzielen als jemand, der später einsteigt. Jede Verzögerung verkürzt den Zeitraum, in dem das Geld für das Kind arbeiten kann – und dieser verlorene Zeitraum lässt sich später nur schwer ausgleichen.


Wie viel Geld sollte man für ein Kind anlegen?

Ist die Entscheidung gefallen, früh Geld für ein Kind anzulegen, stellt sich schnell die nächste Frage: Wie viel ist sinnvoll und realistisch? Die Antwort darauf ist individueller, als viele denken. Es gibt keinen festen Betrag, der investiert werden muss, damit sich die Geldanlage lohnt. Wichtig ist, dass der gewählte Betrag dauerhaft und regelmäßig aufgebracht werden kann.

Schon kleine monatliche Beträge können über einen langen Zeitraum ein beachtliches Vermögen entstehen lassen. Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2021 können bereits 25 Euro monatlich, die von Geburt an investiert werden, bis zum 18. Geburtstag auf über 10.000 Euro anwachsen – bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent pro Jahr.

Wer mehr investieren kann, erhöht das Endvermögen deutlich. Bei einer monatlichen Einzahlung von 100 Euro ab der Geburt summieren sich die Einzahlungen bis zum 18. Lebensjahr auf 21.600 Euro. Daraus kann ein Vermögen von rund 42.000 Euro entstehen. Ein großer Teil dieses Betrags stammt dabei nicht aus den Einzahlungen selbst, sondern aus der langfristigen Wertentwicklung.

Wie stark sich ein später Start auswirkt, zeigt der Vergleich: Beginnt die gleiche Geldanlage von 100 Euro monatlich erst ab dem zehnten Geburtstag, stehen zum 18. Geburtstag nur etwa 12.000 Euro zur Verfügung. Der Unterschied entsteht nicht durch den Sparbetrag, sondern allein durch die fehlenden Jahre.

Für Eltern bedeutet das: Die richtige Höhe der Geldanlage für ein Kind ist die, die sich langfristig ohne Druck durchhalten lässt. Früh zu beginnen ist wichtiger als viel zu investieren – und genau darin liegt der größte Hebel.


Welche Geldanlage für Kinder wirklich sinnvoll ist

Bei der Geldanlage für ein Kind gilt ein klares Prinzip: einfach, kostengünstig und langfristig. Komplexe Produkte, hohe Gebühren oder kurzfristige Versprechen sind für den Vermögensaufbau von Kindern nicht notwendig – und oft sogar hinderlich. Entscheidend ist eine Anlageform, die über viele Jahre stabil funktioniert und breit aufgestellt ist.

Als besonders sinnvoll haben sich breit gestreute Aktienfonds erwiesen. Dabei handelt es sich um Fonds, die nicht in einzelne Unternehmen investieren, sondern in hunderte oder sogar tausende von Unternehmen gleichzeitig. Im Idealfall bilden sie den gesamten weltweiten Aktienmarkt ab. So wird das Risiko einzelner Unternehmen oder Regionen deutlich reduziert.

Diese Art der Geldanlage bietet drei entscheidende Vorteile:

  • Erstens sind die Kosten niedrig, insbesondere bei passiv gemanagten Fonds.
  • Zweitens sorgt die breite Streuung für eine bessere Risikoverteilung.
  • Und drittens sind diese Produkte transparent, da jederzeit nachvollziehbar ist, in welche Märkte investiert wird.

Laut einer Analyse des Finanzportals Finanztipp aus dem Jahr 2023 zählen globale Aktienfonds bei einem Anlagehorizont von mehr als 15 Jahren historisch zu den renditestärksten Anlageformen – bei gleichzeitig vergleichsweise geringen Schwankungsrisiken über diesen langen Zeitraum. Typische Beispiele sind ETFs auf den MSCI World oder den FTSE All-World, die die wirtschaftliche Entwicklung zahlreicher Unternehmen weltweit abbilden.

Wer tiefer verstehen möchte, wie solche Produkte funktionieren, welche Kosten tatsächlich anfallen und warum viele klassische Finanzempfehlungen langfristig teuer sind, sollte sich mit grundlegender Finanzbildung beschäftigen. Mein Buch, das diese Zusammenhänge schonungslos und verständlich offenlegt, ist Du kannst es dir nicht leisten, kein Millionär zu werden. Es erklärt, wie Finanzprodukte aufgebaut sind, wo versteckte Kosten entstehen und warum einfache, transparente Lösungen langfristig oft die bessere Wahl sind.


Warum einfache, thesaurierende Fonds ideal für die Geldanlage von Kindern sind

Für dich als Elternteil bedeutet das: Statt einzelne Aktien auszuwählen oder auf kurzfristige Trends zu setzen, investierst du mit einer einzigen Entscheidung in die globale Wirtschaft. Genau diese Einfachheit macht breit gestreute Fonds besonders geeignet für die langfristige Geldanlage für Kinder.

Wichtig ist dabei, einen thesaurierenden Fonds zu wählen. Das bedeutet, dass Erträge wie Dividenden automatisch wieder angelegt werden, anstatt ausgeschüttet zu werden. So wird der Zinseszinseffekt optimal genutzt, ohne dass du als Elternteil aktiv eingreifen musst.

Diese Form der Geldanlage ist besonders dann geeignet, wenn das Geld nicht zu einem festen Zeitpunkt zwingend benötigt wird, sondern langfristig wachsen soll. Je länger der Anlagehorizont, desto stärker kommen die Vorteile dieser Strategie zum Tragen.


Diese Geldanlagen für Kinder sind meist keine gute Idee

Bei der Geldanlage für ein Kind geht es nicht darum, möglichst sicher zu wirken, sondern langfristig sinnvoll zu handeln. Viele Produkte, die Eltern von Banken oder Versicherungen empfohlen werden, klingen auf den ersten Blick beruhigend – liefern aber über Jahre hinweg enttäuschende Ergebnisse. Der Grund dafür liegt meist in geringen Renditen, hohen Kosten oder fehlender Flexibilität.


Warum klassische Sparprodukte Vermögen verhindern

Klassische Sparprodukte wie Sparbücher, Girokonten oder Tagesgeldkonten eignen sich kaum für den langfristigen Vermögensaufbau von Kindern. Zwar unterliegen sie keinen Kursschwankungen, doch die niedrigen Zinsen sorgen dafür, dass das Geld über die Jahre real an Kaufkraft verliert. Inflation frisst den Ertrag auf, während der Zinseszinseffekt praktisch nicht zum Tragen kommt.

Auch Versicherungsprodukte für Kinder, etwa Ausbildungs- oder Rentenversicherungen, werden kritisch bewertet. In der Praxis sind diese Produkte häufig teuer, intransparent und unflexibel. Hohe Abschluss- und Verwaltungskosten führen dazu, dass selbst bei positiver Entwicklung der Kapitalmärkte nach vielen Jahren oft kaum mehr als die eingezahlten Beiträge vorhanden sind. Der langfristige Vermögensaufbau bleibt damit hinter den Erwartungen zurück.

Ein weiterer Nachteil dieser Produkte ist ihre Komplexität. Eltern verstehen häufig nicht genau, wie das Geld investiert wird, welche Kosten tatsächlich anfallen und wie hoch das reale Risiko ist. Genau diese fehlende Transparenz steht im Widerspruch zu einer sinnvollen Geldanlage für Kinder, die einfach nachvollziehbar und langfristig planbar sein sollte.

Für den Vermögensaufbau eines Kindes gilt daher: Sicherheit entsteht nicht durch Garantieversprechen oder komplizierte Vertragskonstruktionen, sondern durch Zeit, breite Streuung und niedrige Kosten. Produkte, die diese Kriterien nicht erfüllen, sind für die langfristige Geldanlage meist keine gute Wahl.


Kinderdepot oder Depot auf den Namen der Eltern?

Bei der Geldanlage für ein Kind stellt sich neben der Anlageform auch eine wichtige rechtliche Frage: Auf wessen Namen soll investiert werden? Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten – ein Depot auf den Namen der Eltern oder ein Kinderdepot, das direkt auf den Namen des Kindes läuft. Beide Varianten haben klare Vor- und Nachteile.

  • Ein Depot auf den Namen der Eltern bietet vor allem eines: volle Kontrolle. Die Eltern entscheiden nicht nur während der gesamten Laufzeit über die Geldanlage, sondern auch über den Zeitpunkt und den Zweck der Verwendung – selbst über den 18. Geburtstag des Kindes hinaus. Der Nachteil liegt jedoch in der steuerlichen Behandlung: Alle Erträge werden den Eltern zugerechnet und unterliegen damit deren persönlicher Besteuerung.

  • Ein Kinderdepot gehört rechtlich dem Kind. Der große Vorteil liegt hier in den steuerlichen Freibeträgen, die Kindern zustehen und von vielen Familien nicht genutzt werden. Kinder verfügen über einen eigenen Freibetrag bei der Abgeltungssteuer von 1.000 Euro pro Jahr (Stand 2025). Zusätzlich können sie den Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer nutzen, der aktuell bei rund 12.000 Euro pro Jahr liegt. Diese Freibeträge können auf Kapitalerträge angewendet werden und führen dazu, dass ein erheblicher Teil der Erträge steuerfrei bleibt.

Steuerliche Vorteile bei der Geldanlage für Kinder

Laut einer Analyse der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2022 kann die Steuerersparnis bei einem Kinderdepot über einen Zeitraum von 18 Jahren mehrere tausend Euro betragen. Geld, das nicht an den Staat abgeführt wird, kann weiter investiert werden und den Vermögensaufbau des Kindes zusätzlich beschleunigen.

Der entscheidende Nachteil eines Kinderdepots sollte jedoch nicht unterschätzt werden: Mit dem 18. Geburtstag erhält das Kind die vollständige Verfügung über das Vermögen. Wenn die Sorge besteht, dass das Geld dann nicht für Ausbildung, Studium oder den Start ins Berufsleben genutzt wird, sondern für kurzfristige Konsumwünsche, kann ein Depot auf den Namen der Eltern die bessere Wahl sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Schenkungen an Kinder. Diese sind bis zu 400.000 Euro alle zehn Jahre steuerfrei. Diese Grenze sollte bei größeren Einmalzahlungen oder langfristigen Sparplänen im Blick behalten werden. Wichtig ist außerdem, dass Schenkungen aktiv beim Finanzamt angezeigt werden müssen.

Welche Depotform sinnvoller ist, hängt daher weniger von der Rendite ab, sondern von der gewünschten Kontrolle, der familiären Situation und dem Umgang mit steuerlichen Vorteilen. Beide Wege können sinnvoll sein – wenn sie bewusst gewählt werden.


Typische Fehler bei der Geldanlage für Kinder – und wie du sie vermeidest

Bei der Geldanlage für ein Kind entstehen die größten Nachteile nicht durch Marktschwankungen, sondern durch falsche Entscheidungen zu Beginn. Viele dieser Fehler lassen sich leicht vermeiden, wenn man die grundlegenden Prinzipien kennt und konsequent umsetzt.

  • Ein häufiger Fehler ist, zu spät mit dem Investieren zu beginnen. Aus Unsicherheit, Zeitmangel oder dem Wunsch nach dem „richtigen Moment“ wird der Start immer wieder verschoben. Dabei ist gerade der frühe Einstieg entscheidend, weil jeder verlorene Monat den Zeitraum verkürzt, in dem der Zinseszinseffekt wirken kann. Warten kostet langfristig Vermögen.

  • Ein weiterer Fehler ist die Wahl ungeeigneter Produkte. Sparbücher, Tagesgeldkonten oder Versicherungen vermitteln Sicherheit, erfüllen aber nicht die Anforderungen einer langfristigen Geldanlage für Kinder. Hohe Kosten, geringe Renditen oder fehlende Transparenz sorgen dafür, dass das Geld sein Potenzial nicht entfalten kann.

  • Auch unnötige Komplexität steht dem Vermögensaufbau im Weg. Zu viele Fonds, häufige Umschichtungen oder der Versuch, den Markt zu timen, erhöhen den Aufwand, ohne den Erfolg zu verbessern. Gerade für Kinder ist eine einfache, langfristige Strategie mit breiter Streuung die bessere Lösung.

  • Nicht zuletzt spielen emotionale Entscheidungen eine Rolle. Kursschwankungen führen dazu, dass Investitionen aus Angst verkauft oder Sparpläne pausiert werden. Langfristige Geldanlage erfordert jedoch Geduld und Vertrauen in die gewählte Strategie. Wer konsequent investiert und Schwankungen aussitzt, hat langfristig die besseren Ergebnisse.

Diese Fehler zu vermeiden bedeutet nicht, alles perfekt zu machen. Es reicht, früh zu beginnen, einfache und transparente Produkte zu wählen und langfristig dabeizubleiben. Genau darin liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Geldanlage für Kinder.


Was frühes Investieren wirklich ausmacht: ein konkretes Rechenbeispiel

Zum Abschluss lohnt sich ein Blick auf eine einfache, aber sehr aussagekräftige Rechnung. Sie zeigt, welchen Unterschied es macht, heute mit der Geldanlage für dein Kind zu beginnen – oder den Start um ein paar Jahre aufzuschieben.

Diese Zahlen machen deutlich: Bei der Geldanlage für ein Kind ist Zeit der entscheidende Faktor. Jeder Aufschub hat einen Preis – und dieser lässt sich später nur mit deutlich höherem Risiko oder höherem Kapitaleinsatz kompensieren.


Fazit: Geldanlage für dein Kind – früh starten, einfach bleiben

Du weißt jetzt, worauf es bei der Geldanlage für ein Kind wirklich ankommt. Zeit ist der größte Hebel, einfache und breit gestreute Fonds sind langfristig sinnvoll, und mit der richtigen Depotstruktur lassen sich zusätzlich steuerliche Vorteile nutzen. Es braucht keine komplizierten Produkte und keine hohen Risiken, sondern einen klaren, langfristigen Plan.

Gerade bei Kindern zählt jeder Monat. Je früher du beginnst, desto entspannter und wirkungsvoller kann der Vermögensaufbau gestaltet werden. Die gute Nachricht: Der Einstieg ist einfacher, als viele Eltern denken.


Persönliche Unterstützung zur Geldanlage für dein Kind

Wenn du Unterstützung bei der konkreten Umsetzung möchtest oder Fragen zu deiner individuellen Situation hast, kannst du ein honorarfreies Erstgespräch vereinbaren. In diesem Gespräch analysieren wir deine familiäre Ausgangslage und entwickeln eine passende Strategie für die Geldanlage deines Kindes – transparent und ohne Verkaufsdruck.



Austausch & Mehrwert für andere Eltern

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Bis dahin bleibe klug, planbar und renditestark investiert – für dich oder für dein Kind. Viele Grüße,

dein Sven Stopka.