Stell dir vor, du gehst regelmäßig zum Arzt, um deine Gesundheit überprüfen zu lassen. Ein kurzer Check, der dir Klarheit gibt, ob alles in Ordnung ist oder ob Handlungsbedarf besteht. Genau so sollte es auch mit deinen Finanzen sein. Doch während ein Gesundheitscheck für viele selbstverständlich ist, bleibt der Finanzcheck bei den meisten Menschen jahrelang aus – obwohl er über deine gesamte Zukunft entscheidet.
Viele Anleger lassen ihre Vermögensstruktur einfach laufen, ohne zu wissen, ob sie durch versteckte Kosten, unnötige Steuern oder eine ineffiziente Strategie Geld verlieren. Diese finanziellen Risiken sind wie stille Symptome: Sie tun anfangs nicht weh, können aber langfristig teuer werden. Ein professioneller Finanz-Check-up oder Vermögenscheck zeigt dir, wie gesund deine finanzielle Situation wirklich ist und wo Optimierungspotenzial schlummert – sei es durch bessere Kostenstrukturen, steuerliche Optimierung oder die Chance, deine Rendite langfristig zu optimieren.
In diesem Beitrag zeige ich dir, welche drei Bereiche ein guter Finanzcheck immer umfasst, warum er für deine finanzielle Gesundheit unverzichtbar ist und welche „Finanzerkrankungen“ ich bei gut verdienenden Fach- und Führungskräften am häufigsten diagnostiziere. Und ich kann dir jetzt schon sagen: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass mindestens eine davon auch dich betrifft.
Wenn Menschen ihre Finanzen jahrelang nicht überprüfen, wirkt das fast so, als würden sie ein hochpreisiges Auto fahren und niemals zur Inspektion bringen. Kein Mensch würde das tun. Bei der eigenen Zukunftsvorsorge ignorieren es jedoch viele. Und das, obwohl es um viel mehr geht als nur um eine Maschine – es geht um deine gesamte Lebensplanung, um deine Ziele, deine Absicherung, deinen Ruhestand.
Ich erlebe häufig, dass Menschen mir im ersten Gespräch sagen, sie hätten „eigentlich alles im Griff“. Doch sobald wir gemeinsam Schritt für Schritt die Struktur anschauen, wird klar: Da liegen enorme Potenziale brach. Strukturen, die vor zehn Jahren einmal sinnvoll waren, passen heute nicht mehr. Produkte, die damals modern wirkten, kosten heute viel mehr als nötig. Und viele Anleger unterschätzen massiv, wie groß die Auswirkungen kleiner Abweichungen sind.
Eine aktuelle Studie der Bundesbank aus dem Jahr 2023 unterstreicht dieses Problem sehr deutlich: Deutsche Anleger verlieren jährlich im Schnitt zwischen 1 und 2 Prozent Rendite – allein durch falsche Entscheidungen und versteckte Kosten.
1–2 Prozent mögen gering klingen, aber über Jahrzehnte hinweg bedeutet dieser Unterschied leicht fünfstellige, oft sogar sechsstellige Verluste. Und zwar ohne, dass du aktiv etwas falsch machst – schlicht, weil du deine Finanzen nicht regelmäßig überprüfst.
Wenn du erst einmal weißt, wie du deine Vermögensstruktur optimierst, kann der Einstieg so einfach sein – wie beschrieben in meinem Beitrag „Vermögensaufbau: So startest du trotz Zeitmangel und Unsicherheit”.
Der erste wichtige Bereich betrifft die Kosten. Die meisten Menschen wissen nicht, wie viel sie für ihre Geldanlagen tatsächlich bezahlen. Viele glauben, ihre Produkte seien günstig oder kostenlos. Doch das Gegenteil ist häufig der Fall. Besonders bei Bank- und Versicherungsprodukten liegen die Kosten oft versteckt in verschiedenen Schichten des Produktes – Abschlusskosten, laufende Verwaltungskosten, interne Gebühren, Kickbacks, Provisionen. Vieles davon taucht weder auf deiner Abrechnung noch auf der Jahresübersicht sichtbar auf.
In der Praxis bedeutet das: Bei klassischen Bankberatungen oder Versicherungsvermittlungen entstehen oft 2 bis 5 Prozent Kosten pro Jahr. Wenn du 100.000 Euro investiert hast, entspricht das 2.000 bis 5.000 Euro pro Jahr, die einfach verschwinden. Und das über Jahrzehnte. Der Effekt auf deine Vermögensentwicklung ist enorm – und wird häufig erst sehr spät bemerkt, wenn man Vergleiche zu Marktindizes zieht.
Der zweite zentrale Punkt ist die steuerliche Optimierung. Viele Menschen zahlen jedes Jahr zu viele Steuern, ohne jemals zu merken, dass ihre Anlagestruktur ineffizient ist. Die Deutsche Bundesbank hat festgestellt, dass Anleger in Deutschland dadurch jährlich Milliarden verlieren. Dabei wäre es mit der richtigen Struktur möglich, die Steuerlast erheblich zu reduzieren. In der Praxis lassen sich häufig bis zu 30 Prozent Steuern sparen, ganz legal und ohne komplizierte Konstrukte.
Der dritte Grund ist die Renditeoptimierung. Viele Anleger glauben, Rendite sei reine Glückssache. Doch das stimmt nicht. Wenn Kosten sinken, Steuern effizient gemanagt werden und das Portfolio wissenschaftlich fundiert aufgebaut ist, lässt sich die Rendite oft um 1 bis 2 Prozent pro Jahr erhöhen – ohne ein höheres Risiko einzugehen. Was wie eine kleine Zahl wirkt, entscheidet langfristig darüber, ob du im Ruhestand finanziell entspannt leben kannst oder nicht. Bereits ein Prozentpunkt mehr Rendite kann über 20 Jahre einen Unterschied im fünfstelligen Bereich ausmachen, zwei Prozentpunkte sogar im sechsstelligen.
Ein echter Finanzcheck betrachtet nicht nur einzelne Produkte, sondern deinen gesamten finanziellen Kontext. In der Medizin würde auch kein Arzt ausschließlich den Blutdruck messen und darauf basierend Diagnosen stellen. Erst die Kombination vieler Werte ergibt ein vollständiges Bild. Genau so arbeite ich in der Finanzanalyse.
Wenn du nach dem Check-up weißt, wo Verbesserung nötig ist, findest du im Beitrag „Geldanlage mit Plan – in 3 Schritten zur passenden Strategie” heraus, wie du aus der Analyse einen handfesten Plan machst.
In den letzten zwei Jahrzehnten habe ich drei Finanzerkrankungen immer wieder gesehen – und nahezu jeder, der zu mir kommt, leidet mindestens an einer davon.
Es gibt ein Buch, das ich jedem empfehle, der verstehen möchte, wie die Finanzindustrie wirklich funktioniert. Es heißt: „Du kannst es dir nicht leisten, kein Millionär zu werden.“
Kein Finanzberater, kein Versicherungsmakler und kein Bankangestellter wird dir dieses Buch nahelegen – und genau das ist der Grund, warum du es lesen solltest. Es zeigt schonungslos, wie Finanzprodukte aufgebaut sind, was sie tatsächlich kosten und welche Mechanismen dafür sorgen, dass Anleger oft über Jahre hinweg Geld verlieren, ohne es zu merken.
Wenn du deine Finanzen wirklich verstehen möchtest, führt kein Weg an einem Finanzcheck vorbei. Du erkennst versteckte Kosten, steuerliche Potenziale, Renditebremsen und strukturelle Schwächen. Du bekommst Klarheit über deine tatsächliche Situation und lernst, wie du deine Ziele schneller und sicherer erreichst.
Die meisten Menschen haben mindestens eine der beschriebenen Finanzerkrankungen – und das ist keine Schande. Entscheidend ist nur, dass du jetzt handelst. Mit dem Wissen aus diesem Artikel bist du bereits besser informiert als der Großteil der Anleger in Deutschland. Doch Wissen allein reicht nicht – du musst es auch anwenden.
Wenn du herausfinden möchtest, wie gesund deine finanzielle Situation wirklich ist, lade ich dich ein: Buche jetzt dein honorarfreies Erstgespräch. Gemeinsam analysieren wir deine aktuelle Lage, prüfen deine Vermögensstruktur und zeigen dir konkrete Optimierungsmöglichkeiten.
Welche Erkenntnis aus diesem Beitrag hat dich am meisten überrascht? Welche Finanzerkrankung betrifft dich? Welche Themen wünschst du dir für zukünftige Beiträge? Schreib es mir gerne in die Kommentare.
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Bleibe wie immer klug, planbar und renditestark investiert. Bis zum nächsten Mal,
dein Sven Stopka.