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Anlagestrategie in Krisenzeiten: Emotionen sind dein größter Feind

Geschrieben von Sven Stopka | 16. April 2026

 

Ende März 2026 war ich in Dubai auf einer Fortbildung. Über unserem Tagungshotel knallte es laut – Raketen wurden abgefangen. Eine Warn-App piepte auf meinem Handy und meinem iPad. Hunderte Menschen standen verunsichert in der Hotellobby. Ich habe mir die Situation kurz angesehen, bin zurück ins Zimmer gegangen und habe geschlafen. Am nächsten Morgen war alles wie immer – als hätte ich schlecht geträumt.

Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Und ich sage dir ganz ehrlich: An manchen Hauptbahnhöfen in Deutschland fühlst du dich unsicherer als in Dubai. Das mag überraschen. Aber es ist die Wahrheit – zumindest die, die ich vor Ort erlebt habe.

Was ich dir damit sagen will: Die gefühlte Realität und die tatsächliche Realität liegen oft weit auseinander. Das gilt im Alltag – und an der Börse. Wer das versteht, hat einen entscheidenden Vorteil bei seiner Anlagestrategie.

Was Medien mit deiner Anlagestrategie machen

Als ich zurück nach Deutschland kam, fragten mich viele: „Wie schlimm war es denn wirklich?“ Die Medien hatten aus Trümmerteilen brennende Hotels gemacht. Aus einem abgefangenen Angriff – 98 Prozent aller registrierten militärischen Gerätschaften wurden abgefangen – eine Katastrophe. Es hieß, im Burj al Arab hätte es eingeschlagen. Nein, es waren Trümmerteile. Es hieß, ein Hotel hätte gebrannt. Nein, auch das waren Trümmerteile. Ich war vor Ort. Ich weiß, was ich gesehen habe.

Und ich stelle mir eine Frage, die du dir auch stellen solltest: Möchten die Medien vielleicht von den Problemen ablenken, die wir in Deutschland wirklich haben – indem sie mit dem Finger auf andere Länder zeigen? Ich weiß es nicht. Aber die Frage ist berechtigt.

Genau dasselbe Muster wiederholt sich gerade an den Kapitalmärkten. Überall wird der nächste Crash ausgerufen. Verkauft eure Wertpapiere. Geht in Cash. Positioniert euch neu. Das klingt nach Handlung, nach Kontrolle, nach Vernunft. Es ist aber keine Anlagestrategie. Es ist Panik mit professionellem Anstrich – und manchmal stecken dahinter Interessen, die möchten, dass du in eine bestimmte Richtung handelst.

Ich sage das bewusst. Nicht um Verschwörungstheorien zu bedienen. Sondern weil du lernen musst, Informationen zu hinterfragen, bevor sie deine Entscheidungen beeinflussen.

Frag dich ehrlich: Wie oft hat dieses Timing in den letzten Jahren für dich persönlich funktioniert? Geh ein paar Jahre zurück. 2020 – wir wissen alle, was passiert ist. 2022 der Ukraine-Konflikt. Zwischendurch immer wieder neue Krisenherde weltweit. Trotzdem haben breit aufgestellte Portfolios seit 2020 positive Renditen erzielt. Selbst im Jahr 2020, das viele als katastrophal bezeichnen, haben gut diversifizierte Investoren teilweise noch 4 Prozent Rendite erwirtschaftet – während andere in Panik verkauft und danach den Wiedereinstieg verpasst haben.

Lass dich nicht manipulieren. Lass dich nicht beeinflussen. Vertraue deinem gesunden Menschenverstand – und vor allem einer klaren Anlagestrategie, die du in ruhigen Zeiten entwickelt hast.

Die teuerste Emotion an der Börse: Das Beispiel Herbert

Die Emotionen, die du heute an den Tag legst, können dich viele tausend Euro kosten. Das ist keine Theorie. Das ist Realität, die ich in meiner täglichen Arbeit erlebe.

Lass mich dir dazu ein konkretes Beispiel nennen. Ein Kunde von mir – nennen wir ihn Herbert – hatte kürzlich ein Portfolio mit einem unrealisierten Gewinn von weit über 200.000 Euro. Verunsichert durch Medienberichte, durch Aussagen aus seinem Umfeld und durch die allgemeine Stimmung wollte er alles verkaufen und das Geld erst einmal auf die Seite packen. Er wollte „sichergehen“. Warten bis sich die Lage beruhigt. Dann wieder einsteigen.

Ich habe mit ihm gesprochen – und ihm drei Punkte aufgezeigt, die für ihn ein echter Augenöffner waren.

 

Eine klare Anlagestrategie schlägt jede Prognose

Nicht ein einziger meiner Kunden hat aufgrund der aktuellen Marktlage verkauft. Der Grund ist simpel: Sie haben eine klare Anlagestrategie – und sie vertrauen ihr. Sie wissen, warum sie investiert sind. Sie wissen, wie ihr Portfolio aufgebaut ist. Und sie wissen, dass kurzfristige Schwankungen zum Investieren dazugehören wie schlechtes Wetter zum Herbst.

Ich habe für mich intern ein klares Dokument, das meine Investmentphilosophie beschreibt. Daran halte ich mich, egal was kommt. Egal welche Schlagzeile erscheint. Egal welcher Crash-Prophet wieder auftaucht. Diese Philosophie gibt meinen Kunden Orientierung – und genau das ist der Grund, warum sie in turbulenten Zeiten ruhig schlafen können.

Die aktuellen Kursrücksetzer liegen im Durchschnitt bei etwa vier bis fünf Prozent. Das ist nichts. Bei dem, was draußen gerade los ist, ist das bei uns noch Kindergeburtstag. Warum? Weil wir auf einem sehr breiten Fundament stehen – mit Portfolios, die in bis zu 16.000 Titel weltweit investiert sind. Zum Vergleich: Ein klassischer MSCI World kommt auf etwa 2.500 bis 3.000 Titel und hat dabei ein erhebliches Klumpenrisiko in einzelnen Märkten und Regionen.

Breite Diversifikation kombiniert mit einer sehr geringen Kostenquote von 0,25 bis 0,35 Prozent – das sind keine Produkte, die du an jeder Ecke bekommst. Das bekommst du nur bei Beratern, die ihr Handwerk wirklich verstehen, die eine klare Investmentphilosophie haben und die nicht einfach einen MSCI World mit ein bisschen Beimischung zusammenstellen und das als Strategie verkaufen.

Warum Einzelaktien gerade besonders riskant sind

Viele kommen jetzt auf die Idee, gezielt in Einzelaktien einzusteigen – in der Hoffnung, günstige Einstiegskurse zu nutzen und von der Erholung besonders stark zu profitieren. Das klingt zuerst clever – es ist aber in der aktuellen Marktlage besonders gefährlich.

Die Informationslage bei Einzelunternehmen kann sich so schnell drehen, dass ein Kurs innerhalb von Stunden massiv einbricht. Wir haben das in den letzten Wochen mehrfach gesehen – Kurse, die plötzlich stark anstiegen und genauso schnell wieder fielen. Wer da nicht im richtigen Moment drin und draußen ist, verliert. Und den richtigen Moment kennt niemand.

Ich bin ein großer Freund der Fondsidee – nicht weil es einfacher klingt, sondern weil du damit nicht auf ein Unternehmen oder einen Sektor wettest, sondern auf die gesamte Weltwirtschaft. Breit gestreut, kosteneffizient, langfristig aufgestellt. Das ist eine Anlagestrategie, die auch Krisen aushält – weil sie nicht darauf angewiesen ist, dass ein einzelnes Unternehmen oder ein einzelner Markt gut läuft.

Steuern legal reduzieren: Ein oft unterschätzter Hebel

Viele meiner Kunden und Interessenten klagen gerade über eine sehr hohe Steuerlast – vor allem Menschen, die Abfindungen erhalten haben oder als leitende Angestellte in großen Konzernen hohe Einkommen versteuern müssen. Gerade viele große Unternehmen rationalisieren derzeit ab und zahlen Abfindungen. Und der Staat greift dabei so stark zu wie nie.

Aber du musst dir das nicht gefallen lassen. Mit spezialisierten Steuerberatern, mit denen ich zusammenarbeite, lässt sich eine Steuerlast ganz legal und erheblich reduzieren. Wir haben kürzlich eine Steuerlast von 86.000 Euro auf rund 20.000 Euro gedrückt. In einem anderen Fall hat ein Kunde durch die richtigen Anträge eine steuerliche Entlastung von rund 100.000 Euro erhalten – davon blieben ihm 50.000 Euro netto steuerfrei in der Tasche. Für eine einzige Entscheidung.

Das sind Hebel, die die meisten Menschen nicht kennen – weil sie nie jemanden hatten, der ihnen diese Möglichkeiten aufgezeigt hat. Eine gute Anlagestrategie endet nicht beim Depot. Sie umfasst auch die steuerliche Optimierung dessen, was du erwirtschaftest.

Entscheidungen treffen statt im Jammertal verharren

Es gibt gerade viele Menschen, die Angst haben, eine falsche Entscheidung zu treffen. Ich sage dir: Du triffst nie im Leben eine falsche Entscheidung. Du triffst immer eine Entscheidung aus deinem aktuellen Bewusstsein heraus – mit den Informationen, die du in diesem Moment hast.

Denk an das Gesetz der Polarität: Wenn du dich für etwas entscheidest, entscheidest du dich gleichzeitig gegen etwas. Entscheidest du dich dafür, jetzt investiert zu bleiben, entscheidest du dich gegen kurzfristige gefühlte Sicherheit – aber für langfristigen Ertrag. Entscheidest du dich dafür, jetzt zu verkaufen, entscheidest du dich gegen mögliche weitere Kursverluste – aber auch gegen die Erholung, die danach kommt. Und du zahlst dabei Steuern auf Gewinne, die du eigentlich noch gar nicht realisieren wolltest.

Du musst für dich den richtigen Grad finden. Aber im Jammertal werden keine Kriege gewonnen – und keine Renditen verdient. Wer mit einem erfahrenen Partner an der Seite investiert, wird deutlich erfolgreicher sein als jemand, der alles alleine macht. Weil der Partner Dinge sieht, die du nicht siehst. Weil er Emotionen herausnimmt, wo du emotional bist. Weil er Zugang zu Möglichkeiten hat, die du alleine nicht hättest. Auch die erfolgreichsten Unternehmer der Welt haben Family Offices oder Berater an ihrer Seite – nicht weil sie es sich leisten können, sondern weil sie verstanden haben, dass man zu zweit schneller ans Ziel kommt.

Keiner gewinnt den Krieg alleine.

Fazit: Deine Anlagestrategie muss Krisen aushalten können

Lass dich nicht von Schlagzeilen leiten. Nicht von Nachbarn, die dir sagen, du solltest verkaufen. Nicht von Crash-Propheten, die seit Jahren denselben Untergang vorhersagen und irgendwann zufällig recht haben – wie eine kaputte Uhr, die zweimal am Tag die richtige Zeit zeigt.

Eine gute Anlagestrategie ist keine Reaktion auf aktuelle Ereignisse. Sie ist ein Fundament, das du in ruhigen Zeiten baust – und das dich in turbulenten Zeiten trägt. Sie gibt dir Orientierung, wenn die Medien Panik verbreiten. Sie gibt dir Ruhe, wenn dein Umfeld in Hektik verfällt. Und sie gibt dir die Gewissheit, dass du nicht auf Prognosen angewiesen bist – weil dein Portfolio so aufgestellt ist, dass es auch ohne perfektes Timing langfristig wächst.

Wie du eine krisenfeste Anlagestrategie konkret aufbaust, zeigt dir dieser Beitrag: Langfristige Geldanlage: So überstehst du jede Krise erfolgreich

Nächster Schritt für deine Anlagestrategie

Du willst wissen, ob deine Anlagestrategie wirklich krisenfest ist – oder ob du gerade unbewusst auf Emotionen setzt? In einem honorarfreien Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf dein Portfolio – ohne Interessenkonflikt, ohne Verkaufsabsicht.

 

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Bleibe klug, planbar und renditestark investiert. Bis zum nächsten Mal,

dein Sven Stopka.