Finanzplanung für Selbstständige und Unternehmer klingt oft einfacher, als sie im Alltag ist. Viele starten hochmotiviert, haben volle Auftragsbücher – und stehen trotzdem irgendwann vor dem Problem, dass das Konto leer ist, Steuern unterschätzt wurden oder die eigene Struktur komplett fehlt. Genau darüber spreche ich in diesem zweiteiligen Beitrag mit Jasmin Möser. Sie ist Unternehmensberaterin und Krisencoachin. Seit fast 20 Jahren begleitet sie Selbstständige durch finanzielle Engpässe, chaotische Abläufe und mentale Belastungen. Und sie weiß genau, wie es sich anfühlt, wenn man selbst mitten in diesem Strudel steckt.
Im ersten Teil dieses Beitrags erfährst du, warum so viele Selbstständige trotz guter Auftragslage finanziell straucheln und welche Denk- und Strukturfehler dahinterstecken. Wir sprechen über typische Muster, fehlende Preisklarheit, emotionale Stolperfallen und den Einstieg in eine solide Finanzplanung für Selbstständige. In Teil 2 zeigen wir dir konkrete Schritte, wie du deine Finanzplanung so aufstellst, dass sie zu deinem Alltag, deinem Business – und deinem Kopf passt. Wir gehen noch tiefer in Struktur und Umsetzung, damit du als Selbstständiger wieder Sicherheit und Planbarkeit in dein Business bringst.
Wenn wir über finanzielle Engpässe bei Selbstständigen sprechen, zeigt sich immer wieder ein Muster: Die Probleme beginnen fast immer bei der Kalkulation. Genau das bestätigt auch Jasmin in unserem Gespräch. Viele Selbstständige – egal ob im Coaching, Kreativbereich oder in kleinen Dienstleistungsunternehmen – starten mit Preisen, die von Anfang an viel zu niedrig angesetzt sind. Und dieser Fehler zieht sich dann oft jahrelang durch das gesamte Business.
„Viele sagen: Ich will helfen, nicht reich werden.“ erzählt Jasmin. „Aber genau dieser Gedanke sorgt dafür, dass sie sich selbst klein halten.“ Solche Glaubenssätze klingen nobel, führen aber dazu, dass Arbeit unter Wert verkauft wird – und damit zu fehlender Rücklage, fehlender Altersvorsorge und anhaltendem finanziellen Druck.
Jasmin bringt es sehr treffend auf den Punkt: „Viele arbeiten zu billig – und merken es erst, wenn es richtig weh tut.“
Das Problem: Preise werden „gefühlt“ statt kalkuliert. Und weil die Auftragslage anfangs gut ist, merken viele gar nicht, dass sie in eine finanzielle Sackgasse laufen.
Typische Kalkulationsfehler, die Jasmin aus ihrer Arbeit immer wieder sieht:
Gerade Solo-Selbstständige fallen damit in eine der größten Fallen überhaupt: Sie tauschen Lebenszeit gegen zu wenig Geld. Jasmin sagt dazu: „Wenn der Preis zu niedrig ist, hilft mehr Arbeit nicht. Dann führt jeder zusätzliche Auftrag nur schneller in die Erschöpfung.“
Und das ist der entscheidende Punkt: Selbstständigkeit funktioniert nur, wenn die Preise alle privaten und geschäftlichen Verpflichtungen tragen – und zwar inklusive Rücklagen, Steuern, Altersvorsorge und Liquidität. Denn ohne realistische Preise kann es keinen Vermögensaufbau geben. Und ohne Vermögensaufbau bleibt Selbstständigkeit ein ständiger Überlebenskampf statt eines stabilen Geschäftsmodells.
Zu Beginn wirkt eine zu niedrige Preisgestaltung oft „noch machbar“. Doch je länger das Unternehmen existiert, desto deutlicher kommen die Folgen ans Licht. Falsch kalkulierte Preise führen langfristig zu massiven Problemen: zu dünnen Liquiditätsreserven, ständiger Überforderung und einer privaten Finanzlage, die sich genauso instabil anfühlt wie das Business selbst.
Nach der fehlerhaften Kalkulation zeigt sich ein zweiter Punkt, den Jasmin in unserem Gespräch immer wieder betont: Viele Selbstständige haben keinerlei echten Überblick über ihre Finanzen.
Nicht, weil sie unfähig wären. Sondern weil ihnen niemand beigebracht hat, wie man ein Business finanziell wirklich führt. Jasmin formuliert es im Gespräch so deutlich wie selten jemand:„Die meisten Selbstständigen hangeln sich von Zahlungseingang zu Zahlungseingang. Sie haben keinen Plan, sondern reagieren nur auf das, was gerade passiert.“
Und genau das ist der Grund, warum so viele im Dauerstress leben – trotz guter Auftragslage. Was in der Praxis fast immer fehlt:
Statt auf Basis von Daten zu steuern, treffen viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus – oder aus Angst. Das führt zu Fehlkalkulationen, falschen Prioritäten und oft dazu, dass Selbstständige immer für ihr Business arbeiten, aber nie das Gefühl haben, dass ihr Business für sie arbeitet.
Jasmin sagt: „Ein Unternehmen ist kein Blindflug. Aber viele Selbstständige fliegen ohne Instrumente, ohne Dashboard und wundern sich über Turbulenzen.“
Die Folgen kennt jeder, der schon länger selbstständig ist: Schlaflose Nächte, ständiges Grübeln über Geld und das Gefühl, nie wirklich sicher zu sein.
Finanzplanung für Selbstständige bedeutet nicht nur Tabellen und Zahlen. Es bedeutet, Kontrolle zurückzugewinnen. Denn Klarheit nimmt Druck – und gibt dir die Sicherheit, dein Business so zu führen, dass es dich langfristig trägt.
Wenn wir über finanzielle Probleme in der Selbstständigkeit sprechen, kommen wir an einem Punkt nicht vorbei: dem Mindset. Jasmin sagt ganz deutlich, dass viele finanzielle Engpässe weniger mit Zahlen zu tun haben – sondern mit der inneren Haltung zum eigenen Wert und zum Thema Geld.
Viele Selbstständige denken wie Angestellte, nur ohne die Sicherheit eines Angestelltenverhältnisses. Sie übernehmen Aufträge aus Pflichtgefühl, arbeiten zu viel, verlangen zu wenig und hoffen, „dass das Geld schon irgendwie reicht“. Doch Hoffnung ist kein Finanzplan.
Jasmin formuliert es im Gespräch so: „Viele wollen helfen, aber nicht verdienen.“ Und genau darin liegt das Problem.
Typische Denkfehler, die sie bei ihren Kunden immer wieder sieht:
Diese Sätze zeigen, dass viele Selbstständige ihre Arbeitszeit, ihr Know-how und ihre Verantwortung massiv unterwert verkaufen. Wer Preise nicht selbstbewusst setzt, ständig Mehrarbeit leistet oder Aufgaben annimmt, die wirtschaftlich keinen Sinn ergeben, arbeitet nicht für sein Unternehmen – sondern gegen sich selbst.
Finanzplanung für Selbstständige bedeutet deshalb nicht nur, mit Zahlen zu arbeiten, sondern unternehmerisch zu denken. Das heißt:
Jasmin fasst es treffend zusammen: „Selbstständigkeit ist keine Arbeitsform. Selbstständigkeit ist eine unternehmerische Entscheidung.“
Wenn Selbstständigkeit eine unternehmerische Entscheidung ist, gehört die Wahl der richtigen Rechtsform dazu.
Ein Thema, das im Gespräch mit Jasmin besonders deutlich wird: Viele Selbstständige wissen eigentlich, dass eine GmbH langfristig Sicherheit, Professionalität und steuerliche Vorteile bringt – trauen sich aber trotzdem nicht, diesen Schritt zu gehen.
Jasmin erlebt das immer wieder in ihrer Krisenarbeit: Selbstständige zögern, weil sie Angst vor Bürokratie, Verantwortung oder höheren laufenden Kosten haben. Doch genau dieses Zögern führt häufig zu massiven Problemen – geschäftlich und privat.
Sven beschreibt es klar: Viele starten als Einzelunternehmer oder in einer kleinen Rechtsform, obwohl das Geschäftsmodell längst danach schreit, stabiler aufgestellt zu werden. Dieser Schritt wird immer weiter hinausgeschoben – und genau dadurch entstehen Risiken:
Jasmin: „Viele Unternehmer könnten sich große Krisen ersparen, wenn sie ihre Struktur früher stabilisieren würden.“
Wer zu spät umstellt, kämpft oft jahrelang mit Problemen, die in einer GmbH gar nicht erst entstanden wären – von Liquiditätsengpässen über fehlende Rücklagen bis hin zu privaten finanziellen Risiken.
Und damit schließt sich der Kreis zur Finanzplanung für Selbstständige: Ohne die richtige rechtliche Struktur kann kein gesundes finanzielles Fundament entstehen.
Einer der deutlichsten Punkte, der sich herauskristallisiert: Viele Selbstständige haben kein wirkliches Liquiditätssystem – und genau das verhindert langfristig jeden Vermögensaufbau.
Auch wenn die Auftragslage gut ist, bleibt am Ende des Monats oft kaum etwas übrig. Nicht, weil der Umsatz zu niedrig wäre, sondern weil das Geld sofort wieder weg ist: für laufende Kosten, für Steuern, für Nachzahlungen, für spontane Ausgaben, für verspätete Rechnungen.
Jasmin beschreibt das so treffend: „Viele Selbstständige leben in einer ständigen Geld-Überraschungsbox. Es kommt rein, geht raus – aber niemand weiß genau, wohin oder warum.“
Was in der Praxis fehlt, ist ein System für:
Und genau hier wird der Zusammenhang mit der Finanzplanung für Selbstständige deutlich: Ohne strukturierten Geldfluss entsteht kein Vermögensaufbau – egal wie viel Umsatz gemacht wird.
Ständige Liquiditätsengpässe führen zu genau dem Teufelskreis, den so viele Selbstständige kennen:
Die bittere Erkenntnis, über die wir lange sprechen: Ohne Liquidität kein Vermögensaufbau. Und ohne Vermögensaufbau bleibt Selbstständigkeit finanziell anstrengend – selbst bei vollen Auftragsbüchern.
Einer der eindrücklichsten Punkte aus meinem Gespräch mit Jasmin: Viele Selbstständige scheitern nicht an mangelnder Leistung oder fehlendem Know-how – sie scheitern an fehlender Struktur.
Jasmin sagt ganz klar: „Die meisten rutschen nicht wegen zu wenig Arbeit in die Krise, sondern weil sie den Überblick verlieren.“
Und genau das beobachte ich in meiner Beratung ebenfalls regelmäßig. Selbstständige arbeiten oft hart, zuverlässig und mit viel Leidenschaft – aber ohne ein System, das ihre Finanzen trägt.
Was häufig fehlt:
Ohne diese Grundlagen entsteht ein Dauerzustand aus Stress, Unsicherheit und Reaktion statt Planung.
Jasmin beschreibt es so: „Viele Selbstständige fangen erst dann an, ihre Finanzen anzuschauen, wenn das Konto brennt.“
Doch genau das ist der Kern: Finanzplanung für Selbstständige bedeutet nicht, erst zu handeln, wenn es eng wird – sondern die eigene Selbstständigkeit so aufzubauen, dass Krisen gar nicht erst entstehen.
Fehlt die Struktur, passiert Folgendes:
Eine funktionierende Selbstständigkeit braucht also zwei Dinge: Klarheit im Kopf – und Klarheit in den Zahlen. Genau das ist die Grundlage dafür, finanziell stabil zu werden und langfristig Vermögen aufzubauen.
Unser Expertengespräch zeigt sehr deutlich: Viele Selbstständige kämpfen nicht wegen zu wenig Arbeit – sondern wegen fehlender Struktur. Volle Auftragsbücher ersetzen keine solide Finanzbasis.
Wenn grundlegende Elemente wie Preisgestaltung, Rücklagen, Steuern, Liquidität, private Vorsorge und unternehmerisches Denken fehlen, dann wird Selbstständigkeit schnell zu einem Hamsterrad: ständig beschäftigt, aber finanziell permanent unter Druck.
Finanzplanung für Selbstständige bedeutet deshalb vor allem eines: Klarheit schaffen – im Kopf und in den Zahlen. Erst wenn die finanzielle Basis stabil steht, kann langfristiger Vermögensaufbau überhaupt beginnen. Genau hier beginnt echte unternehmerische Freiheit.
Im zweiten Teil dieses Beitrags gehen wir noch tiefer in die Herausforderungen, die Selbstständige und Unternehmer Tag für Tag begleiten – und vor allem in die Lösungen, die Jasmin und ich im Gespräch gemeinsam herausgearbeitet haben. Dort erfährst du unter anderem:
Du wirst sehen: Echte finanzielle Stabilität beginnt nicht bei Zahlen, sondern bei Struktur, Klarheit – und einem System, das zu dir passt. Genau darüber sprechen wir ausführlich in Teil 2.
Hol’ dir jetzt zusätzliche Unterstützung: Damit du nicht auf Teil 2 warten musst, habe ich hier drei wertvolle Ressourcen für dich, die direkt zu dem passen, worüber wir im ersten Teil gesprochen haben:
Jasmins Business-Klartext-Check: Wenn du das Gefühl hast, dass in deinem Business vieles „irgendwie läuft“, dir aber Klarheit und Struktur fehlen, dann ist Jasmins Klartext-Check eine starke Abkürzung. Hier bringt sie Ordnung in Prozesse, Zahlen, Strukturen – und deckt ehrlich auf, wo du Geld, Zeit oder Energie verlierst. Zum Business-Klartext-Check
Kostenfreies Erstgespräch mit mir: Wenn du wissen möchtest, wie du deine Finanzen, Rücklagen und deinen Vermögensaufbau als Selbstständiger endlich solide und zukunftssicher aufstellst, kannst du dir ein honorarfreies Erstgespräch sichern. Wir analysieren gemeinsam, wo du stehst und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Bleib wie immer: klug, planbar und renditestark investiert. Bis zum nächsten Mal,
dein Sven Stopka.